Posts Tagged ‘Zuwanderung’

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Demografie und Regierung

23. März 2011

http://www.best-age-conference.com/Demographie-Newsletter/

10.3.11

Stéphane Beemelmans, Leiter der Grundsatzabteilung im BMI und zuständig für den demographischen Wandel

(…)Das Thema Demographie treibe die Bundesregierung stark um, berichtete Beemelmans. Es sei ein wichtiger Antrieb bei der Pflegereform und bei der Debatte um Zuwanderung als eine Lösung des Fachkräftemangels. Auch wenn noch nicht viel von der Arbeit an die Öffentlichkeit dränge, versicherte der Noch-Abteilungsleiter: „Wir sind alle bei dem Thema unterwegs.“

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Deutschland im Jahr 2060

1. Juni 2010

Demographische Veränderungen ergeben sich aus drei Komponenten: der Geburtenrate, der Lebenserwartung und der Migration, sprich: der Ein- oder Auswanderung.

Die Kinderzahl in Deutschland gehört weltweit zu den niedrigsten, bestätigt das Statistische Bundesamt in jährlicher Regelmäßigkeit. Die Geburtenhäufigkeit beträgt rund 1,4 Kinder je Frau. Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock ermittelte 2008 in einer umfangreichen Analyse von Geburtenverhalten und Familienpolitik für alle Länder Europas zu niedrige Geburtenraten. „Kein einziges Land erreicht das Ersatzniveau von durchschnittlich 2,1, das notwendig wäre, damit die Kindergeneration die Elterngeneration zahlenmäßig ersetzt“, lautet das Fazit der Wissenschaftler. So wird hierzulande die Elterngeneration der heute 30jährigen durch deren Nachkommen nur noch zu etwa zwei Dritteln ersetzt. Da seit 1972 in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden, „dünnt“ der Bestand an Eltern de facto immer weiter aus. Diese Entwicklung lässt sich nicht ohne weiteres umkehren, denn Kinder, die heute nicht geboren werden, können morgen auch nicht Eltern werden. Es entsteht ein Schneeballeffekt, dessen Folgen sich schon heute beziffern lassen: Die deutsche Bevölkerung schrumpft seit 2003 und wird, wenn man nur die Geburtenrate berücksichtigt, weiter von derzeit 82 Millionen (Stand November 2009) auf 59 Millionen bis zur Jahrhundertmitte schrumpfen.

Dass die Fachleute vom Statistischen Bundesamt dennoch für das Jahr 2060 mit einer deutschen Bevölkerung von 65 bis 70 Millionen rechnen, liegt an der zweiten demographischen Komponente: der prognostizierten Zuwanderung.

Faktor Nummer drei ist die – dank dem verbesserten Gesundheitsbewußtsein und den medizinischen Fortschritten – ständig steigende Lebenserwartung. Ein Kind, das heute in Deutschland geboren wird, hat eine um etwa 30 Jahre höhere Lebenserwartung als noch vor 100 Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer ist seit 1950 um rund 13 auf 77,2 Jahre gestiegen. Die Lebenserwartung der Frauen ist sogar um rund 14 auf 82,4 Jahre geklettert. Für 65-jährige Männer wird für 2060 daher noch eine weitere Lebenserwartung von 22,3 und damit insgesamt von 87,3 Jahren angenommen. Für 65-jährige Frauen werden 25,5 weitere Jahre erwartet, das ergibt insgesamt 90,5 Jahre.

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Themen/Demographischer-Wandel/wissen,did=206090.html

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Ausblick

15. Januar 2009

 Nach den DIW-Berechnungen gewinnt der demografische Effekt erst nach 2025 die Oberhand. Bis 2050 dürfte die Zahl der Erwerbspersonen von rund 43 Millionen auf knapp 34 Millionen zurückgehen. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in Deutschland bereits von 2012 an merklich zurückgehen. Die schrittweise Erhöhung des regulären Rentenalters auf 67 Jahre, das Auslaufen der Altersteilzeit und die restriktive Handhabung der Erwerbsminderungsrenten werden aber dazu führen, dass Ältere länger im Arbeitsleben bleiben. Hinzukommt der anhaltende Trend zunehmender Erwerbsbeteiligung der Frauen, insbesondere in Westdeutschland. Insgesamt werden Frauen im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2025 zu knapp 80 Prozent erwerbstätig sein. Der Unterschied in den Erwerbsquoten zwischen Männern und Frauen wird sich deutlich verringern.

Je nach Zuwanderungsrate ist im Zeitraum zwischen 2016 und 2018 der Gipfel mit einem Arbeitskräfteangebot von gut 43 Millionen Personen erreicht. Anschließend geht die Erwerbspersonenzahl deutlich zurück. Mit dem Ausscheiden der „Baby-Boomer“ aus dem Arbeitsmarkt beschleunigt sich dieser Rückgang drastisch. Auch eine relativ hohe langfristige Nettozuwanderung von 200 000 Personen jährlich könnte diesen Verlust nur abmildern: In diesem Fall stünden im Jahr 2050 dem Arbeitsmarkt gut 37 Millionen Arbeitskräfte zur Verfügung.

Pressemitteilung vom 01.10.2008
DIW Berlin