Posts Tagged ‘Weiterbildung’

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Neues über Ältere?

3. Dezember 2009

25.11.2009 | HR-Management

http://www.haufe.de/personal/newsDetails?newsID=1259068103.04&Subarea=News&chorid=00571814

Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW):

  • Die meisten Arbeitgeber halten ältere Mitarbeiter nicht für weniger produktiv oder weniger motiviert
  • 25 Prozent der Befragten geben an, über 50-Jährige hätten eine geringere Leistungsbereitschaft.

(Erst vor einer Woche hatte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit aktuellen Zahlen belegt, dass Arbeitnehmer über 50 wieder mehr gefragt seien. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen sei seit März 2005 von 2.891.576 auf 3.282.800 im März 2009 gestiegen.)

Wie das IW nun in einer Studie über das Image älterer Beschäftigter ermittelte, gibt es aber trotzdem noch Vorbehalte gegenüber älteren Mitarbeitern. Das IW 1.350 Personalleiter, Geschäftsführer und Unternehmern in der Industrie befragt).

27 Prozent der Befragten sind der Ansicht, Ältere schafften weniger, weil sie mit dem Arbeitstempo nicht mehr mithalten könnten.

Ältere verabschieden sich innerlich von der Arbeit:

  • weil sie nicht mehr richtig gefördert werden, glauben 34,9 Prozent
  • weil sie nicht mehr richtig arbeiten wollen, vermuten 24,5 Prozent.
  • 27 Prozent gehen davon aus, dass Ältere weniger innovativ seien, weil sie ihr Wissen nicht mehr erneuerten.
  • 25,7 Prozent:  Weiterbildung für Ältere lohne sich für das Unternehmen nicht.

Image steigt mit höherem Anteil in der Belegschaft

  • Ältere sind eine wachsende Gruppe: 40 Prozent der Bevölkerung sind über 49 Jahre alt. Auch ihr Anteil unter den Erwerbstätigen steigt ebenfalls.
  • Das Image der über 50-jährigen Arbeitnehmer ist umso besser, je höher ihr Anteil in der Belegschaft ist.

Zwei von drei Industriebetrieben bieten bereits personalpolitische Maßnahmen für über 50-jährige Mitarbeiter an. In 56,3 Prozent der Unternehmen gibt es altersgemischte Teams..

Ältere Mitarbeiter erfüllen besondere Aufgaben:

  • Ältere werden gezielt als Trainer, Ausbilder oder Berater eingesetzt: in 35,1 Prozent der Betriebe
  • In 28 Prozent der Unternehmen werden Ältere gezielt bei Projekten an wechselnden Standorten oder im Ausland eingesetzt. (Dafür seien sie besonders qualifiziert, weil sie in der Regel mehr als Jüngere sowohl über umfangreiches betriebliches Wissen und Lebenserfahrung verfügten als auch über die Fähigkeit,selbstständig auf unvorhergesehen Ereignisse zu reagieren.)
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MAN

15. Januar 2009

Der Wind weht wieder eisiger – auch für die älteren Mitarbeiter. Damit will sich Uwe Rohrbeck nicht abfinden. Der leitende Betriebsarzt im MAN-Werk Salzgitter will wichtige Weichen stellen, damit der Lastwagen-Konzern nicht geradewegs in das demografische Problem hineinschlittert. „Der intensive Wettbewerb lässt uns einfach keine Wahl.“
Ihm geht es nicht allein darum, dass Mitarbeiter regelmäßig zur Vorsorge gehen, die bei MAN vom Blutdruckmessen über die Grippeschutzimpfung bis zum Darmkrebsscreening mannigfaltig angeboten wird. „Wir müssen auch die Angeschlagenen fit halten und so einsetzen, dass sie voll produktiv bleiben.“
Wie ernst es um die demografischen Veränderungen bestellt ist, zeigt ein Blick auf die Beschäftigtenstruktur. Bereits jeder zweite MAN-Mitarbeiter hat das 40. Lebensjahr überschritten, in zehn Jahren werden die Senioren weit in der Überzahl sein. Rohrbeck hat deshalb alle Arbeitsplätze darauf untersuchen lassen, ob sie den Bedürfnissen einer älter werdenden Belegschaft überhaupt noch gerecht werden. Ein enormes Unterfangen, sagt der Betriebsarzt. Um daraus die richtigen Konsequenzen abzuleiten, „arbeiten wir eng mit der Personalabteilung zusammen.“
Rohrbeck weiß: Ärztliche Vorsorge, Sportprogramme sowie Ernährungsberatung und Raucherentwöhnung sind nur Mosaiksteine, um die galoppierende Alterung von Belegschaften in den Griff zu kriegen. Hinzu treten müssen altersgerechte Arbeitsplätze; auch wie Arbeit organisiert ist, gehört aufs Tapet. Jobrotation etwa hilft, einseitige Belastung abzufedern und Tätigkeiten mit neuen Inhalten anzureichern. Das alles fruchtet indes kaum, wenn ältere Beschäftigte von Weiterbildung ausgeschlossen werden, weil Altwerden in der Wertschätzung so niedrig ausfällt.

in: FTD.de, 23.10.2008