Posts Tagged ‘Konflikte’

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Wenn der Chef jünger ist als seine Mitarbeiter

10. Juli 2014

18.06.2014
Generationenkonflikte

Der demografische Wandel führt dazu, dass jüngere Führungskräfte bedeutend ältere Mitarbeiter anleiten müssen. Dies verletzt gesellschaftliche Normen, die höheres Alter mit höherem Status verbinden – und stellt neue Anforderungen ans Führungsverhalten, schreibt „Personal Quarterly“.Die Mehrheit der Personalentscheider hierzulande geht davon aus, dass es in Zukunft vermehrt Probleme mit der Konstellation „Jung führt Alt“ in Arbeitsumgebungen geben wird. Der demografische Wandel, in dessen Verlauf der Anteil älterer Arbeitnehmer deutlich anwachsen wird, bedingt diese Entwicklung. (…)

Allerdings ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik bisher noch eher dürftig, schreiben Professor Jürgen Wegge, der an der Technischen Universität Dresden Arbeits- und Organisationspsychologie lehrt, sowie Paulina Bilinska und Franziska Grellert, die am Lehrstuhl mit ihm forschen, in Ausgabe 03/2014 der „Personal Quarterly“. Eine Befragung mit 16 Führungskräften, davon je acht jüngere (Durchschnittsalter: 32 Jahre) und acht ältere (Durchschnittsalter: 54 Jahre), und ein Workshop mit zehn Personalverantwortlichen haben nun zu neuen Erkenntnissen geführt, welche das dreiköpfige Wissenschaftlerteam im Wissenschaftsmagazin „Personal Quarterly“ präsentiert.

Jüngere Führungskräfte erleben häufiger Konflikte. Tatsächlich beschreiben demnach jüngere Führungskräfte ein tendenziell konfliktreicheres Verhältnis zu älteren Mitarbeitern. Allerdings legen sie auch einen differenzierteren Führungsstil an den Tag als ältere Führungskräfte und berücksichtigen die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter in besonderer Weise. Als sehr negativ erweisen sich in diesem Zusammenhang unter anderem Verhaltensweisen wie Unsicherheit, gespielte Autorität und die Verwendung der Du-Anrede ausschließlich unter gleichaltrigen Mitarbeitern.

Junge Führungskräfte sollten in jedem Fall altersgerechte Führung trainieren, bevor sie eine entsprechende Aufgabe wahrnehmen – so das Fazit der Autoren (…)

Quelle: http://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Wenn-der-Chef-juenger-ist-als-seine-Mitarbeiter_80_260454.html?ecmId=14194&ecmUid=2994253&chorid=00511427&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FPersonal%2F50%2F00511427%2F2014-06-18%2FTop-News-Wenn-der-Chef-juenger-ist-als-seine-Mitarbeiter

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Generationengerechtes Personalmanagement im Öffentlichen Dienst

3. September 2009

http://www.best-age-conference.com/bestage_Internet/nav/fb8/fb820695-e282-0b11-a3b2-1718a438ad1b.htm

Aktion „Fit im Dienst“

Am 13. August endete die Bewerbungsfrist für die Aktion „Fit im Dienst“, die gemeinsam von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) und dem Behörden Spiegel ausgelobt wird. Insgesamt haben sich 68 Behörden um das kostenlose Beratungspaket zum generationengerechten Personalmanagement beworben. Die hohe Beteiligung zeigt, dass sich immer mehr Verwaltungen auch mit den „internen“ Konsequenzen des demographischen Wandels beschäftigen.

Bei der Aktion „Fit im Dienst“ vergeben die DRV Bund und der Behörden Spiegel ein komplettes Beratungspaket (…). Die Beratung wird durch ein Projektteam der DRV Bund durchgeführt und basiert auf Erfahrungen aus den Projekten „Smart Region“ und „GeniAL“. (…)

Die Bewerber variieren über die gesamte Bandbreite des Öffentlichen Dienstes: Amtsgerichte, Polizeiinspektionen, Finanzämter, Gemeindeverwaltungen, Justizvollzuganstalten, Wasser- und Schifffahrtsämter und Abfallwirtschaftsbetriebe. (…)

Hoher Problemdruck

Gesund, motiviert und produktiv arbeiten bis zur vorgesehenen Altersgrenze – gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird ein professionelles Generationenmanagement im Öffentlichen Dienst immer wichtiger.

Die eingereichten Bewerbungsbögen offenbaren einen hohen Problemdruck in der öffentlichen Verwaltung. Ein Durchschnittsalter über 50 Jahre ist keine Seltenheit. Viele Verwaltungen sind besonders von Personaleinsparungen betroffen – bei einer Behörde gab es seit 15 Jahren keine Neueinstellungen mehr. Weitere genannte Probleme sind: Burn out, steigende Arbeitsbelastung, hohe krankheitsbedingte Fehlzeiten, keine Lehrstellen, Fachkräftemangel, Konflikte zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern, Überforderung durch Innovationsdruck, Perspektivlosigkeit. (…)