Posts Tagged ‘Handlungsfelder’

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Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich einführen

3. Mai 2012

Erfolgreiche Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements in sechs Schritten

„Schritt 1: Ziele & Strategien

(…) Beispiele für harte Zielkriterien: Fluktuation, Frühberentung, Berufskrankheiten, Unfallstatistiken, Fehlzeiten, Produktivität, Qualität.

Beispiele für weiche Zielkriterien: Mitarbeiterzufriedenheit, Wohlbefinden, Motivation, Identifikation, Betriebsklima.“ (…)

Handlungsfelder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements:

  •  Unternehmenskultur & Werte
  •  Führung
  •  Betriebsklima
  •  Arbeitsorganisation
  •  Arbeitsplatz/ -umgebung
  •  Arbeitsaufgabe
  •  Arbeitsmittel/ -stoffe
  •  Handlungskompetenz
  •  Entwicklungsmöglichkeiten
  • Unterstützungsprozesse (Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches
  • Eingliederungsmanagement, Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, Vorsorgeuntersuchungen, etc.)
  •  Gesundheitszustand
  •  Gesundheitsverhalten

(…)

Lenken Sie die Strategie Ihres BGM immer in zwei Richtungen:

  1. Präventive Strategien: Konzentrieren Sie sich auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die anwesend, gesund und/ oder motiviert sind. Diese Kolleginnen und Kollegen bilden das Rückrad Ihres Betriebes und sichern Ihnen den Erfolg im Jetzt und in der Zukunft.
  2. Korrektive Strategien: Kümmern Sie sich auch um die Beschäftigten die abwesend, krank und/ oder demotiviert sind.

Verknüpfen Sie also die korrektiven Strategien des Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) und des Fehlzeitenmanagement (FZM) mit den präventiven Ansätzen des Arbeitsschutzes (AS) und der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Beziehen Sie vor allem auch die Personal- und Organisationsentwicklung (PE & OE) in Ihre Strategie mit ein. (…)

Schritt 2: Strukturen schaffen

(…) Stellen Sie sicher, dass der verantwortlichen Person, bzw. dem Steuerungsgremium die notwendigen Ressourcen (zeitlich, personell, finanziell, materiell) zur Umsetzung des BGM zur Verfügung stehen.

Schritt 3: Situation analysieren

(…)

  1. quantitative objektive Verfahren (Fehlzeitenanalyse, Altersstrukturanalyse, Unfallstatistiken, Gesundheitsbericht der GKV)
  2. qualitative objektive Verfahren (Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitsplatzanalysen, arbeitsmedizinische Untersuchungen)
  3. quantitative subjektive Verfahren (Mitarbeiterbefragung)
  4. qualitative subjektive Verfahren (Gesundheitszirkel mit Mitarbeitern und Führungskräften, Einzelinterviews)

(…)

Schritt 4: Feinziele festlegen

(…) Beispiele aus denen Feinziele abgeleitet werden können:

Verbesserung der Arbeitsorganisation (z.B. transparentere Kommunikation, Erweiterung der Handlungsspielräume), Mitarbeiterzufriedenheit mit umgesetzten Maßnahmen (z.B. Gesundheitskursen), Umsetzung von Maßnahmen generell (z.B. Gründung und regelmäßiges Treffen eines Arbeitskreises Gesundheit; Durchführung von Führungskräfteschulungen), Teilnahmequoten von Veranstaltungen, Beseitigung oder Verringerung von Gefährdungen (z.B. Reduktion der Lärmbelastung).

Schritt 5: Maßnahmen entwickeln und umsetzen

(…) Die Umsetzbarkeit möglicher Maßnahmen können Sie nach folgenden Kriterien diskutieren:

  • Erwarteter Ressourceneinsatz
  • erwarteter Nutzen zur Zielerreichung
  • Störung des Betriebsablaufes
  • Akzeptanz bei Beschäftigten und Führungskräften

Schritt 6: Evaluation & kontinuierliche Verbesserung

(…)

Strukturqualität: Haben Sie die notwendigen Strukturen und Voraussetzungen geschaffen, um Ihre Ziele erreichbar zu machen?

Prozessqualität: Sind Ihre Aktivitäten reibungslos und wie geplant umgesetzt worden?

Ergebnisqualität: Haben Sie Ihre Ziele erreicht, bzw. wie hoch ist der Zielerreichungsgrad?

(…)

Quelle: http://www.uk-bund.de/downloads/Gesundheitsf%C3%B6rderung/Leitfaden_BGM1_pdf_Datei.pdf

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So können Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter fördern

16. Mai 2011

„Immer mehr Arbeitnehmer leiden laut den Krankenkassenstatistiken unter psychischen Belastungen. Unternehmen können Gesundheitsmaßnahmen anbieten, die steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema.

Unter die Steuerbefreiung fallen insbesondere die Leistungen, die im Leitfaden Prävention „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen“ aufgeführt sind. Dort sind die folgenden Handlungsfelder genannt:

1. Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands

  • Bewegungsgewohnheiten: Reduzierung von Bewegungsmangel, Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme,
  • Ernährung: Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung, Vermeidung und Reduktion von Übergewicht,
  • Stressbewältigung und Entspannung: Förderung individueller Kompetenzen der Belastungsverarbeitung zur Vermeidung stressbedingter Gesundheitsrisiken,
  • Suchtmittelkonsum: Förderung des Nichtrauchens, gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol, Reduzierung des Alkoholkonsums.

2. Betriebliche Gesundheitsförderung

  • Arbeitsbedingte körperliche Belastungen: Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparats,
  • gesundheitsgerechte betriebliche Gemeinschaftsverpflegung: Ausrichtung der Betriebsverpflegungsangebote an Ernährungsrichtlinien und Bedürfnisse der Beschäftigten, Schulung des Küchenpersonals, Informations- und Motivierungskampagnen,
  • psychosoziale Belastung, Stress: Förderung individueller Kompetenzen der Stressbewältigung am Arbeitsplatz, gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung,
  • Suchtmittelkonsum: rauchfrei im Betrieb, Nüchternheit am Arbeitsplatz.

Kann ich meinen Mitarbeitern steuerfreie Zuschüsse für ein Fitness-Studio zahlen?

Unter die Steuerbefreiung fallen auch Barzuschüsse des Arbeitgebers an seine Mitarbeiter für extern durchgeführte Maßnahmen. Die Übernahme bzw. Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen an Sportvereine und Fitness-Studios ist jedoch nicht steuerbefreit. Unter die Steuerbefreiung fällt aber, wenn durch den Arbeitgeber ein Zuschuss für Maßnahmen gewährt wird, die Fitness-Studios oder Sportvereine anbieten und die den fachlichen Anforderungen des Leitfadens Prävention der Krankenkassen gerecht werden.

Kann ich mit meinen Mitarbeitern eine Gehaltsumwandlung zugunsten der Gesundheitsförderung vereinbaren?

Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass es sich um zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers handelt. Leistungen, die unter Anrechnung auf den vereinbarten Arbeitslohn oder durch Umwandlung (Umwidmung) des vereinbarten Arbeitslohns erbracht werden, sind nicht steuerfrei. Seit 2011 geht die Finanzverwaltung auch dann von einer zusätzlichen Leistung aus, wenn sie unter Anrechnung auf eine andere freiwillige Sonderzahlung (z. B. freiwillig geleistetes Weihnachtsgeld) erbracht wird.

Was passiert, wenn der Höchstbetrag von 500 Euro überschritten wird?

Wird der jährliche Höchstbetrag von 500 Euro je Arbeitnehmer überschritten, ist weiterhin zu prüfen, ob es sich beim übersteigenden Betrag um eine nicht zu Arbeitslohn führende Maßnahme im ganz überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers handelt. Maßnahmen im Wert von bis zu 500 Euro bleiben aber auch bei Überschreiten des Höchstbetrags in jedem Fall steuer- und sozialversicherungsfrei.“

© HAUFE GRUPPE 2011
Quelle: http://www.haufe.de/profirma/newsDetails?newsID=1301644989.29&printPage=true

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Handlungsfelder Personalmanagement

14. Januar 2011

Handlungsfeld: Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen
Die neue ökonomische Loyalität der MitarbeiterInnen kann man mit einer Berufsabschnitts- oder Karriereabschnitts-Partnerschaft umschreiben. Die Bindung der MitarbeiterInnen gewinnt damit wesentlich mehr an Bedeutung als in der Vergangenheit. Gerade die Übereinstimmung von Werten führt zu Loyalität und Identifikation dem Unternehmen gegenüber.

Handlungsfeld: Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Der Lebensstil in den Bereichen Ernährung, Bewegung, „Drogen“-Konsum sowie der Umgang mit Stress nehmen starken Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Nach Schätzung der Fachvereinigung für Arbeitssicherheit verursachen die verschiedenen Formen der Arbeitskrankheiten derzeit einen jährlichen Schaden von 45 Milliarden Euro in Deutschland.

Handlungsfeld: Anreizsysteme
Im Bereich des betrieblichen Entgeltmanagements ist ein Trend vorhanden, die materielle und immaterielle Anreize systematisch zu verbinden. Die Unternehmensstrategie ist dabei ebenso zu berücksichtigen wie die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen. Somit sind auch alternsgerechte und lebensphasenorientierte Anreizsysteme anzubieten.

Handlungsfeld: Lebenslanges Lernen
Die Verdoppelung des Wissens findet in immer kürzeren Abständen statt. Man spricht von vier und weniger Jahren. Damit wird die Halbwertzeit des Wissens kürzer bei gleichzeitig steigender Verweildauer der Menschen im Berufsleben. Lernen ist schon heute ein fester Bestandteil des Berufslebens und wird sich zukünftig zu einem fortlaufenden Prozess entwickeln müssen.

Handlungsfeld: Arbeitszeit- und Karrieremodelle
Fachkräfte werden immer mehr zu einer knappen Erfolgsressource. Dies erfordert, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass es allen Arbeitnehmern möglich ist, daran teilzunehmen. Um so wichtiger ist es, die individuellen Lebensbedürfnisse der ArbeitnehmerInnen zu berücksichtigen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben zu ergreifen.

Handlungsfeld: Umgang mit Kernkompetenzen
Wissen ist der bedeutendste Rohstoff in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Der Marktwert der Unternehmen wird schon heute zu einem großen Teil von den „nicht anfassbaren“ Vermögenswerten bestimmt. Hierzu zählen die Fähigkeiten der Mitarbeiter, die Strukturen des Unternehmens und die externen Beziehungen.

Handlungsfeld: Bewältigung personaler Vielfalt
Die kulturelle Vielfalt in Bevölkerung und Unternehmen nimmt zu. Die europäische Integration schreitet fort. Die Immigration aus dem Ausland steigt. Traditionell überlieferte Familienformen brechen auf. Der Anteil älterer Personen nimmt zu. Mehr Frauen verlagern ihre Aktivitäten von der Familie auf den Beruf. Angehörige anderer Religionen zeigen eigene Werte u.v.m.

http://www.demografie-exzellenz.de/fileadmin/pdf/DEBW_Handlungsfelder_Personalmanagement.pdf