Posts Tagged ‘Auszeit’

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Berufstätige Mütter leiden unter Diskriminierung

6. Oktober 2015

Quelle: Daniel Rettig, August 2015, Die Zeit online

Für die erste Frankfurter Karrierestudie befragten Wissenschaftlerinnen der Frankfurt University of Applied Sciences 1.800 Frauen in Fach- und Führungspositionen nach ihren Erfahrungen. 70 Prozent fürchteten demnach, durch eine längere Auszeit beruflich benachteiligt zu werden. 12 Prozent dieser Frauen meinten sogar, ihren Arbeitsplatz dadurch zu riskieren.

Offenbar sind diese Sorgen berechtigt. Zwar kehrten 68 Prozent der befragten Frauen nach der Babypause zu ihrem alten Arbeitgeber zurück. Doch jede vierte Mutter konnte ihre alte Position nicht wieder übernehmen und war dementsprechend unzufrieden. Vermutlich auch deshalb, weil in den meisten Fällen ein Kollege die Arbeit übernommen hatte.

Mehr noch: Zwei Drittel mussten sich mit einem niedrigeren Tätigkeitsniveau, weniger Einfluss, schlechterer Bezahlung oder weniger Aufstiegschancen abfinden.

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IKEA

8. April 2009

Nach: INQA
Personalpolitik des Unternehmens ist auf Vielfältigkeit und Gleichbehandlung der unterschiedlichen Menschen im Unternehmen ausgerichtet. Ziel ist es hierbei, dass die Belegschaft einen Spiegel der jeweiligen örtlichen Bevölkerungsstruktur bildet.
Der Anteil an älteren Beschäftigten: Nur 15 Prozent der Mitarbeiter sind über 44 und nur 7 Prozent über 54 Jahre alt. Ziel von IKEA: Ältere stärker rekrutieren.
Da IKEA mit Blick auf die Belegschaftsstruktur als recht junges Unternehmen gilt, ist es jedoch nicht einfach, ältere Bewerber zu finden. Um einen besseren Zugang zu der Zielgruppe zu bekommen, kooperiert IKEA mit der dänischen Seniorenorganisation DaneAge. Hier schaltet IKEA Stellenanzeigen, die sich gezielt an Ältere richten. Alle drei Monate wird von IKEA eine Veranstaltung mit gemeinsamem Essen, einem Vortrag oder Ausflug organisiert. Nach jeder Veranstaltung gehen im Durchschnitt 20 Bewerbungen der Teilnehmer ein.
Neben dieser altersspezifischen Maßnahme gibt es eine Reihe weiterer Aktivitäten, die sich auf die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit aller Mitarbeiter beziehen:

  • es gibt eine Vielzahl von Arbeitszeitoptionen, um den unterschiedlichen Bedarfen der Mitarbeiter zu entsprechen;
  • Bewilligung von Auszeiten, wenn das Kind, der Ehepartner oder ein Elternteil erkrankt.
  • Körpermassage zweimal im Monat;
  • Einen Kurs in „healthy-lifestyle“, der ein individuelles Diätprogramm und eine Beratung zur Gewichtsreduktion beinhaltet;
  • Unterstützung, um das Rauchen aufzugeben und Stress- und Konfliktsituationen bewältigen zu können;
  • Ermäßigungen auf den Besuch von Fitnesszentren;
  • Erweiterte Krankenversicherungen, die medizinische Versorgungen und Rehabilitationstherapien in privaten Kliniken enthält;
  • Ein Projekt, in dem sich Kollegen über schonende Arbeitsweisen und Körperhaltungen austauschen (richtiges Sitzen, Stehen, Heben und Tragen).