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Ingenieure über 50 sind schwer zu vermitteln

2. Oktober 2014

Quelle: VDI nachrichten 39/40, S.25

„Unternehmen haben kaum Interesse an Ingenieuren über 50. Die Firmen glauben nicht an deren Engagement und sie haben keine Instrumente für die Integration älterer Mitarbeiter. Die Unabhängigkeit der laten Hasen ist Vorgesetzten ein Graus.“ (Reinhard Scharff, Geschäftsführer Personal Total)

„(…) Obwohl Ü-50 Kandidaten meist gesprächsbereit sind, was ihr Gehalt angeht, kommen sie bis zu diesem Punkt im Bewerbungsverfahren meist nicht: Die Unternehmen trauen ihnen nicht zu , dass sie engagiert sind und Leistung bringen wollen. Viele Firmen scheinen nicht an Erfahrungen und technischem Wissen interessiert zu sein.

Auch haben sie keine Instrumente für die integration älterer Ingenieure im Betrieb, geschweige denn eine institutionalisierte Organisationsabteilung, die Alt und Jung zusammen bringt und das Wissen dorthin transferiert, wo die Zukunft ist: in die Jungingenieure.

Die müssen deshalb die gleichen Fehler machen, um so gut wie die alten Hasen zu werden. Und viele junge Chefs haben pure Angst vor der Erfahrung und dem Wissen der Alten. Also stellen sie lieber Ingenieure ein, die ihnen nicht gefährlich werden können. Das sind die Jungen.

(…)

Altersgemischte Gruppen sind in den Unternehmen zwar in Sonntagsreden der Vorstände, Geschäftsführer und Personalleiter ein Thema, aber nicht im Einstellungsprozess. Viele Unternehmen sind organisatorisch schlichtweg nicht so aufgestellt, dass ein solches Modell funktionieren kann.

(…)

Was spricht für die älteren Ingenieure? – Treue zum Unternehmen, und die Alten haben ihre Fehler schon gemacht und machen sie nicht mehr.Sie kannen alle Tricks und Kniffe und sind oft schneller am Ziel als die Jüngeren. Auch haben sie zumeist den besseren Ansatz, was beispielsweise Handling und Servicefreundlichkeit ihrer Produkte angeht.

Ihre defizite – Manche sind tatsächlich (…) nicht mehr so leicht lenk- und beeinflussbar wie jemand, der gerade ein Haus gebaut oder kleine Kinder hat und eine Frau, die nicht arbeitet. Diese Abhängigen sind allen Abteilungsleitern, Geschäftsführern und Managern am liebsten. dei rennen und schaffen, ohne zu murren. das haben die Alten nicht mehr nötig. Die sind unabhängiger, was den Unternehmen ein Graus ist.“

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