Archive for the ‘Frauen’ Category

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Mehr Frauen in Führungsetagen

22. Februar 2018

Mehr Frauen in Führungsetagen: Glaubt man einer aktuellen Studie sind vor allem im Mittelstand weibliche Führungskräfte gut vertreten. Das könnte einen ziemlich einfachen Grund haben.

Mehr Frauen in Führungsetagen: Diese Forderung wird in den einflussreichen Gremien der großen Börsenwerte allzu selten erfüllt. Anders sieht es dagegen in kleineren und mittleren Betrieben der deutschen Industrie aus. Glaubt man einer aktuellen Studie, gibt es in diesem Segment deutlich weniger Handlungsbedarf.

Danach befinden sich gegenwärtig etwa 18 Prozent der weiblichen Beschäftigten im Mittelstand in Führungspositionen, wohingegen es in großen Unternehmen lediglich 8 Prozent sind. Der überwiegende Teil der Konzerne hat sogar ausschließlich männliche Führungsgremien.

Die Studie unterscheidet innerhalb der untersuchten Unternehmen zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Kandidaten. Dabei zeigt sich, dass erfolgreiche Betriebe stärker auf Frauen setzen: Sind die Zahlen für Vorstände noch gleich, so haben immerhin 19 Prozent der erfolgreichen, aber nur 13 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen eine oder mehrere Frauen im Aufsichtsrat. Auch bei der Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen gibt es Unterschiede: In den erfolgreichen  Unternehmen arbeiten 41 Prozent, in den weniger erfolgreichen nur 34 Prozent Frauen. Ob nun aber ein höherer Frauenanteil zum Erfolg führt oder der Erfolg erst dazu führt, dass Unternehmen ihren Frauenanteil erhöhen – diese Kausalitätsfrage bleibt, wie so oft, offen.

Gegen die Talent-Engpässe

Die Zahlen stammen aus einer von dem Beratungsunternehmen Deloitte vorgestellten Studie. 74 Prozent der befragten Unternehmen sehen den Fachkräftemangel als eine der besonders relevanten Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der immer schwieriger werdenden Rekrutierung von Talenten wird oft diskutiert, dass das Erschließen von breiteren Bewerbergruppen den Mangel lindern könnte: Frauen, aber auch ältere Arbeitnehmer, Migranten und Geflüchtete gehören zu diesen Gruppen.

Quelle: Faz net, Deloitte Studie, Feb. 2018

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Weibliche Personalvorstände als Signal für Geschlechterstereotypen

8. Dezember 2017

„(…) Studentinnen berücksichtigen – im Gegensatz zu den männlichen Studienteilnehmern – die Präsenz von Frauen in der Geschäftsführung bei ihrer Bewerbungsentscheidung. Aber: Hat das Unternehmen einen weiblichen Personalvorstand, sinkt die Bewerbungsneigung der Studentinnen im Vergleich zu der rein männlichen Geschäftsführung. Steht die Frau für das Finanzressort, steigt die Bewerbungsneigung der Studentinnen.

„Ein weiblicher Personalvorstand in einer männerdominierten Geschäftsführung wird von den Studentinnen offenbar als Signal dafür interpretiert, dass Geschlechterstereotypen die Personalpraktiken des Unternehmens prägen“, sagt Iseke und verweist auf die ergänzend geführten qualitativen Interviews. „Die Personalchefin wird häufig als Quotenfrau wahrgenommen. Im Gegensatz dazu interpretieren die Befragten eine Frau als Leiterin einer männlich dominierten Funktion als Signal dafür, dass Geschlechterstereotype in dem Unternehmen keine Rolle spielen und Beförderungsentscheidungen tatsächlich leistungsgerecht und geschlechtsneutral erfolgen“ (…)

Quelle: ttps://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Geschlechterstereotype-schrecken-Bewerberinnen-ab_80_432296.html?ecmId=24903&ecmUid=2994253&chorid=00571838&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2Fwirtschaft %2B weiterbildung%2F137%2F00571838%2F2017-12-07%2FTop-News-Geschlechterstereotype-schrecken-Bewerberinnen-ab

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Frauen verdienen mehr als Männer!!!

3. Oktober 2017

Auch in den Vorstandsetagen klafft eine Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern; allerdings hat sie sich in den vergangenen Jahren massiv verändert: Frauen verdienen in den höchsten Posten der deutschen Wirtschaft inzwischen mehr als ihre männlichen Kollegen. Weibliche Vorstände nehmen im Schnitt 140.000 Euro mehr pro Jahr nach Hause als die Männer in den Vorstandsbüros; das sind immerhin fünf Prozent mehr.

Die Verhältnisse in den Dax-30-Vorständen haben sich im vergangenen Jahr erstmals gedreht: Zwischen 2013 und 2016 stieg die Vergütung der weiblichen Vorstandsmitglieder um 14 Prozent. In diesem Vergleich sind die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden allerdings nicht berücksichtigt – schließlich gibt es im Dax keinen einzigen weiblichen Vorstandsvorsitzenden.

Quelle: Welt 29.09.2017

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Fauen in Führungspositionen

31. August 2017

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Frauen in Führungspositionen sind seltener verheiratet und leben auch seltener mit ihrem Partner zusammen als Männer in Führungspositionen. Und nur selten leben Führungskräfte mit Kindern unter 16 Jahren in einem Haushalt – besonders bei Führungsfrauen ist das die Ausnahme. 73 Prozent der befragten weiblichen Chefs und 65 Prozent der befragten männlichen Chefs gaben an, kinderlos zu sein oder schon ältere Kinder zu haben. 13 Prozent der Führungskräfte beschäftigen eine Haushaltshilfe – das gilt für Männer wie für Frauen.

Trotzdem machen die weiblichen Führungskräfte noch mehr selbst im Haushalt als die männlichen: 86 Prozent der Frauen machte zusätzlich zum Job täglich noch mindestens eine Stunde Hausarbeit. Nur bei 58 Prozent der Männer war das der Fall; dafür wendeten die Männer mehr Zeit für Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten im Haushalt auf.

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Quelle: FAZ 18.07.17

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Frauenquote

31. August 2017

Kommentar von Constanze von Bullion, SZ, 16. August 2017, 16:55 Uhr

Als die Bundesregierung vor zweieinhalb Jahren eine feste Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte in 105 deutschen Unternehmen einführte, war das Gezeter groß. So groß, als stünden die Weibsbilder kurz davor, dem Wirtschaftsstandort Deutschland den Garaus zu machen. Am Mittwoch hat die Bundesregierung nun einen Bericht vorgelegt, wonach inzwischen tatsächlich auf fast jedem dritten Aufsichtsratsstuhl dieser Unternehmen eine Frau sitzt. Die große Katastrophe? Wegen Nebels vertagt.

Das Tempo, mit dem Frauen in Aufsichtsräten auftauchen, hat sich mit Einführung der festen Frauenquote verdoppelt. Doch Grund zur Entspannung gibt es nicht. Für die Vorstände und fürs oberste Management von Unternehmen nämlich gibt es keine verbindliche Quote – für Jobs also, in denen oft spitze verdient wird und die Macht operativer Unternehmensführung sitzt. Die Unternehmen wurden 2014 nur aufgefordert, mit einer freiwilligen Zielvorgabe den Frauenanteil im Vorstand zu erhöhen. Ergebnis: Keines. Der Frauenanteil in Vorständen stagniert bei lächerlichen sechs Prozent. Knapp 70 Prozent der Unternehmen schrieben sich auch noch kokett die „Zielgröße Null“ ins Programm. Mit anderen Worten: Frauen, ihr könnt uns mal.

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Digitalisierung könnte Geschlechterungleichheit verringern – oder verstärken

11. August 2017

Bringt die Digitalisierung endlich die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt? Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass das digitale Zeitalter beruflich mehr Chancen für Frauen bereit hält als für Männer – warnt aber gleichzeitig vor einem umgekehrten Effekt.

Frauen könnten die großen Gewinnerinnen des kommenden digitalen Zeitalters sein, weil sie häufig über eine höhere Sozialkompetenz verfügen als Männer. Soziale Fähigkeiten wie Empathie oder Führungskompetenzen werden künftig auf dem Arbeitsmarkt entscheidend sein, da sie auf absehbare Zeit nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt werden können. Zu diesem Schluss kommen Alina Sorgner, Christiane Krieger-Boden und Eckhardt Bode, die am Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Bereich Internationale Arbeitsteilung forschen, in einer Studie für die G20-Engagement-Group Women 20. In dem Papier mit dem Titel „The Effects of Digitalization on Gender Equality in the G20 Economies“ untersuchen sie die Folgen der Digitalisierung in den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern
(G20) für die Gleichstellung von Frau und Mann.

Folgen der Digitalisierung in den G20-Staaten: Zweischneidige Prognosen
Die Studie kommt allerdings auch zu dem Schluss, dass nur durch die richtigen politischen die Weichenstellungen Frauen die Chancen, die ihnen die Digitalisierung bietet, auch nutzen können. „Andernfalls droht sogar der umgekehrte Effekt, dass Geschlechterungleichheiten durch die Digitalisierung noch weiter zunehmen“, so Studienautorin Alina Sorgner.

„Eigentlich sind Frauen aufgrund ihrer Sozialkompetenz besser gegen die Konkurrenz durch Roboter auf dem Arbeitsmarkt gewappnet als Männer. Allerdings sind die Bereiche, die von der Digitalisierung besonders profitieren werden, auch gleichzeitig die, in denen Frauen mit am stärksten diskriminiert werden. Die G20 müssen daher dringend die Geschlechterdiskriminierungen aus dem analogen Zeitalter abbauen, damit Frauen ihr Potenzial im digitalen Zeitalter voll entfalten können“, sagte Sorgner.

Arbeitsplätze in typischen Männerberufen stärker von Automatisierung bedroht
Innerhalb der G20 seien zwar 40 bis 60 Prozent aller Arbeitsplätze durch die Digitalisierung bedroht, diese Gefahr sei aber für Arbeitsplätze von Frauen insgesamt niedriger als für die von Männern, so die Studie. Dies gelte vor allem im Niedriglohnbereich, wo typische Tätigkeiten von Männern, etwa in der industriellen Produktion, stärker von Arbeitsplatzverlusten durch Roboter bedroht seien als typische Tätigkeiten von Frauen, etwa in sozialen Berufen.

Steigender Bedarf an MINT-Arbeitskräften: Frauen hier unterrepräsentiert
Auch Arbeitsplätze von Hochqualifizierten seien weniger bedroht, hier seien Frauen aber tendenziell unterrepräsentiert. Insbesondere Führungskräfte und hochqualifizierte Arbeitskräfte im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) würden durch die Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt stärker nachgefragt.
Bei diesen Arbeitsplätzen wird es in Zukunft verstärkt darauf ankommen, hohe analytische und kreative Fähigkeiten, die typischerweise in einer akademischen Ausbildung vermittelt werden, mit hoher sozialer Kompetenz zu verknüpfen. Damit Frauen ihre höhere Sozialkompetenz voll ausspielen können, müssten die Länder der G20 ihnen einen besseren Zugang zu akademischer Ausbildung ermöglichen. Zudem müssten sie dafür sorgen, dass Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen nicht mehr benachteiligt werden, lautet eine zentrale Empfehlung in der Studie.

Frauen in der Gründerszene stärken
Auch würden durch die Digitalisierung viele neue Chancen für Unternehmensgründungen entstehen. Die Studie kritisiert, dass die Gründerszene in den G20-Ländern aber insgesamt stark von Männern dominiert ist und Frauen schwieriger in Kontakt mit wichtigen Personen oder Geldgebern kämen. Die G20 müssten daher Onlinetools und Onlinenetzwerke für Frauen unterstützen, die ihre unternehmerischen Fähigkeiten gezielt schulen und ihnen mehr Kontakte zu Mentorinnen und Mentoren verschaffen. Ein verstärkter Einsatz von digitalen Technologien, etwa im Bereich von Finanzdienstleistungen, würde Frauen auch einen besseren Zugang zu Gründungskapital ermöglichen.

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Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w20-germany.org

Quelle: https://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Digitalisierung-koennte-Geschlechterungleichheit-verringern-%E2%80%93-oder-verstaerken_80_418372.html?ecmId=22681&ecmUid=2994253&chorid=00571838&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2Fwirtschaft%20%2B%20weiterbildung%2F137%2F00571838%2F2017-07-13%2FTop-News-Digitalisierung-koennte-Geschlechterungleichheit-verringern-%25E2%2580%2593-oder-verstaerken

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Benachteiligung von Müttern

6. August 2017

Benachteiligungen sind keine Einzelfälle, sondern haben System
Alle Mütter verdienen eine Chance auf einen fairen Wiedereinstieg. Doch die Praxis sieht anders aus, wie mir immer wieder Mandantinnen und Leserinnen meines Blogs (smart-mama.de) beziehungsweise Buches („Don’t worry, be Mami“) berichten: Kündigungen, Aufhebungsverträge und Zahlungen von Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes nach der Elternzeit sind gang und gäbe. Nicht selten werden Mütter bereits während der Elternzeit aufgefordert, sich schon einmal nach einem neuen Job umzusehen. Der Verlust des Arbeitsplatzes nach der Elternzeit ist kein Einzelfall, sondern ein allgemeines Problem, das gelöst werden muss.

Doch damit nicht genug. Bedauerlicherweise wird vielen Müttern auch nach der Wiedereinstiegsphase das Arbeitsleben schwer gemacht: Der Job nach der Elternzeit ist ein anderer und entspricht weder der Erfahrung noch der Qualifikation, die Arbeitszeiten passen nicht zu den Kitabetreuungszeiten, Beförderungen werden abgelehnt, weil die Tätigkeit angeblich nicht in Teilzeit auszuüben sei, der plötzliche Ausschluss von wichtigen Kommunikationswegen, verweigerte Fortbildungsangebote, fehlende Unterstützung, wenn das Kind erkrankt ist … die Liste ließe sich noch lange fortführen. Verständlich, dass viele Frauen freiwillig das Handtuch werfen oder sich selbstständig machen.

Blog von Sandra Runge