Archive for August 2017

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Fauen in Führungspositionen

31. August 2017

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Frauen in Führungspositionen sind seltener verheiratet und leben auch seltener mit ihrem Partner zusammen als Männer in Führungspositionen. Und nur selten leben Führungskräfte mit Kindern unter 16 Jahren in einem Haushalt – besonders bei Führungsfrauen ist das die Ausnahme. 73 Prozent der befragten weiblichen Chefs und 65 Prozent der befragten männlichen Chefs gaben an, kinderlos zu sein oder schon ältere Kinder zu haben. 13 Prozent der Führungskräfte beschäftigen eine Haushaltshilfe – das gilt für Männer wie für Frauen.

Trotzdem machen die weiblichen Führungskräfte noch mehr selbst im Haushalt als die männlichen: 86 Prozent der Frauen machte zusätzlich zum Job täglich noch mindestens eine Stunde Hausarbeit. Nur bei 58 Prozent der Männer war das der Fall; dafür wendeten die Männer mehr Zeit für Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten im Haushalt auf.

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Quelle: FAZ 18.07.17

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Frauenquote

31. August 2017

Kommentar von Constanze von Bullion, SZ, 16. August 2017, 16:55 Uhr

Als die Bundesregierung vor zweieinhalb Jahren eine feste Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte in 105 deutschen Unternehmen einführte, war das Gezeter groß. So groß, als stünden die Weibsbilder kurz davor, dem Wirtschaftsstandort Deutschland den Garaus zu machen. Am Mittwoch hat die Bundesregierung nun einen Bericht vorgelegt, wonach inzwischen tatsächlich auf fast jedem dritten Aufsichtsratsstuhl dieser Unternehmen eine Frau sitzt. Die große Katastrophe? Wegen Nebels vertagt.

Das Tempo, mit dem Frauen in Aufsichtsräten auftauchen, hat sich mit Einführung der festen Frauenquote verdoppelt. Doch Grund zur Entspannung gibt es nicht. Für die Vorstände und fürs oberste Management von Unternehmen nämlich gibt es keine verbindliche Quote – für Jobs also, in denen oft spitze verdient wird und die Macht operativer Unternehmensführung sitzt. Die Unternehmen wurden 2014 nur aufgefordert, mit einer freiwilligen Zielvorgabe den Frauenanteil im Vorstand zu erhöhen. Ergebnis: Keines. Der Frauenanteil in Vorständen stagniert bei lächerlichen sechs Prozent. Knapp 70 Prozent der Unternehmen schrieben sich auch noch kokett die „Zielgröße Null“ ins Programm. Mit anderen Worten: Frauen, ihr könnt uns mal.

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Jüngere vertrauen mehr

31. August 2017

„Vertrauen Sie ihrem Chef?“ Diese Frage hat ein Gehaltsvergleichsportal seinen Nutzern gestellt. Das Ergebnis: Zwar gibt es viele Mitarbeiter, die ihrem Chef vertrauen. Aber mit steigender Berufserfahrung schrumpft das Vertrauen. Zudem hängt der Vertrauensgrad auch stark von Kultur und Branche ab.

Junge Mitarbeiter vertrauen ihrem Chef mehr als ältere Mitarbeiter. Das ist das Fazit einer aktuellen Umfrage, die das britische Gehaltsvergleichsportal http://www.emolument.com unter 1.700 Nutzern durchgeführt hat. Demnach bringen unter den Absolventen und den Mitarbeitern mit geringer Berufserfahrung noch mehr als die Hälfte (54 Prozent) ihrem Vorgesetzten Vertrauen entgegen.

Mit wachsender Seniorität nimmt das Vertrauen in die Führungskraft jedoch ab: Unter den Mitarbeitern mit sechs bis fünfzehn Jahren Berufserfahrung vertrauen noch 45 bis 46 Prozent ihrem Vorgesetzten. Unter den Mitarbeitern mit einer Berufserfahrung von 15 Jahren plus sind es nur noch 36 Prozent.

Vertrauenskultur: In den Niederlanden besonders ausgeprägt
Wie sehr Mitarbeiter ihrem Boss vertrauen, scheint auch eine Frage der Kultur zu sein: Während in Ländern wie den Niederlanden eine Mehrheit (68 Prozent) der Mitarbeiter von einem vertrauensvollen Verhältnis zu ihrem Boss berichtet, scheint ein Vertrauensverhältnis in anderen Ländern eher nicht die Regel zu sein. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hong Kong etwa ist das Verhältnis im Vergleich zu den Niederlanden fast umgekehrt: Hier halten 64 Prozent ihren Chef für nicht vertrauensvoll.

Für deutsche Führungskräfte ist das Ergebnis der Umfrage nur mäßig erfreulich – zwar vertraut hierzulande knapp jeder Zweite (47 Prozent) seinem Boss. Aber das bedeutet auch, dass 53 Prozent das nicht tun.

Schlechte Unternehmenskultur erschüttert das Vertrauen
Doch nicht nur die Seniorität der Mitarbeiter und die Kultur beeinflussen das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Führungskraft. Wie viel Vertrauen zwischen beiden herrscht, hängt der Emolument-Umfrage zufolge auch stark von der Branche ab. Während in der Sport- und Freizeitindustrie knapp zwei Drittel ihrem Chef vertrauen, ist es ausgerechnet bei Non-Profit-Organisationen nur ein Drittel.

Als Gründe für das geringe Vertrauen mancher Mitarbeiter haben die Studienautoren eine schlechte Kultur und Führung – etwa aufgrund unzeitgemäßer Management-Methoden – ausgemacht.

Quelle: https://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Junge-Mitarbeiter-vertrauen-ihrem-Chef-mehr-als-aeltere_80_421758.html?ecmId=24162&ecmUid=2994253&chorid=00571838&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2Fwirtschaft%20%2B%20weiterbildung%2F137%2F00571838%2F2017-08-24%2FTop-News-Junge-Mitarbeiter-vertrauen-ihrem-Chef-mehr-als-aeltere

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Doppelbelastung für Europas Jugend

31. August 2017

Junge Leute in Europa werden unter dem demografischen Wandel und sinkenden Renten leiden – zusätzlich zur konstant hohen Arbeitslosigkeit, die unter 25-Jährige schon heute belastet.

„Wenn wir unsere Jugend im Stich lassen, setzen wir unsere Zukunft, unser Wachstum, unseren Wohlstand und unser Sozialmodel auf’s Spiel. Wir sind es den jüngeren Generationen schuldig, ihnen so viel wie möglich zu bieten“, sagte Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Soziales und Beschäftigung während einer Pressekonferenz am Montag.

Zwar ist die Beschäftigungsrate unter den 20- bis 64-jährigen Europäern mit 71,1 Prozent höher als vor der Finanzkrise, und die Arbeitslosigkeit ist von 8,2 Prozent Ende 2016 auf 7,8 Prozent im Mai 2017 gesunken, doch junge Leute kommen immer noch verhältnismäßig schlecht weg, erklärte Thyssen.

Sie sehen sich einer „doppelten Belastung“ gegenüber: Dass sie höhere Rentenbeiträge zahlen, aber niedrige Renten erhalten werden, wenn sie selbst alt sind, zeigt der Arbeitsbericht 2017 der Europäischen Kommission, den Thyssen gestern vorstellte.

Die Kommissarin sprach von einer „demografischen Abhängigkeit“ und warnte vor drohendem Arbeitskräftemangel. Bis zum Jahr 2060 werde sich das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Pensionären so weit ändern, dass in der EU auf zwei Arbeiter ein Rentner kommt. Dies sei „eine große Last auf den Schultern der jungen Leute“

Quelle: https://www.euractiv.de/section/eu-innenpolitik/news/demografie-und-renten-doppelbelastung-fuer-europas-jugend/

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Süd- und Ost-Europa drohen Überalterung

31. August 2017

Vielen Regionen besonders in Süd- und Osteuropa drohen eine starke Alterung und deutliche Bevölkerungsverluste. Anderswo auf dem Kontinent scheint das Bevölkerungswachstum hingegen vorerst gesichert – auch aufgrund hoher Zuwanderung.

Der alte Kontinent wird immer älter: Was für Europa lange nur sprichwörtlich galt, wird zunehmend demografische Realität. Die europäische Bevölkerung ist schon heute durchschnittlich älter als in anderen Weltregionen – auf einen Ruheständler kommen bereits jetzt nur etwa drei Personen im erwerbsfähigen Alter. Und dieser fatale Alterungstrend dürfte sich fortsetzen, zeigt nun eine Studie des Berlin-Instituts zu Europas demografischer Zukunft.

Demnach könnte sich das Verhältnis der Ruheständler zu den Jüngeren bis zur Mitte des Jahrhunderts auf eins zu zwei verschlechtern, mit spürbaren Folgen für Wirtschaft und Sozialsysteme.

Quelle: https://www.euractiv.de/section/europakompakt/news/demografie-ueble-zukunftsaussichten-fuer-sued-und-osteuropa/

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BGM und Lebenslanges Lernen

31. August 2017

Die Aufgaben der Führungskräfte im Zusammenhang mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und auch die Ziele der Gesundheitsförderung werden sich in den nächsten fünf Jahren ändern. Ein wichtiges Ziel des zukunftsfähigen BGM wird sein, Beschäftigte bis ins hohe Alter geistig fit und flexibel zu halten, damit sie die digitale Transformation auch kognitiv begleiten können. Das ist eines der Kernergebnisse der aktuellen Studie #Whatsnext BGM.

Quelle: ttps://www.haufe.de/personal/hr-management/bgm-gesundheitsmanagement-in-der-digitalen-arbeitswelt/neue-aufgabe-im-bgm-lebenslanges-lernen-ermoeglichen_80_419734.html?ecmId=24213&ecmUid=2994253&chorid=00511427&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FPersonal%2F50%2F00511427%2F2017-08-29%2F

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Digitalisierung könnte Geschlechterungleichheit verringern – oder verstärken

11. August 2017

Bringt die Digitalisierung endlich die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt? Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass das digitale Zeitalter beruflich mehr Chancen für Frauen bereit hält als für Männer – warnt aber gleichzeitig vor einem umgekehrten Effekt.

Frauen könnten die großen Gewinnerinnen des kommenden digitalen Zeitalters sein, weil sie häufig über eine höhere Sozialkompetenz verfügen als Männer. Soziale Fähigkeiten wie Empathie oder Führungskompetenzen werden künftig auf dem Arbeitsmarkt entscheidend sein, da sie auf absehbare Zeit nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt werden können. Zu diesem Schluss kommen Alina Sorgner, Christiane Krieger-Boden und Eckhardt Bode, die am Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Bereich Internationale Arbeitsteilung forschen, in einer Studie für die G20-Engagement-Group Women 20. In dem Papier mit dem Titel „The Effects of Digitalization on Gender Equality in the G20 Economies“ untersuchen sie die Folgen der Digitalisierung in den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern
(G20) für die Gleichstellung von Frau und Mann.

Folgen der Digitalisierung in den G20-Staaten: Zweischneidige Prognosen
Die Studie kommt allerdings auch zu dem Schluss, dass nur durch die richtigen politischen die Weichenstellungen Frauen die Chancen, die ihnen die Digitalisierung bietet, auch nutzen können. „Andernfalls droht sogar der umgekehrte Effekt, dass Geschlechterungleichheiten durch die Digitalisierung noch weiter zunehmen“, so Studienautorin Alina Sorgner.

„Eigentlich sind Frauen aufgrund ihrer Sozialkompetenz besser gegen die Konkurrenz durch Roboter auf dem Arbeitsmarkt gewappnet als Männer. Allerdings sind die Bereiche, die von der Digitalisierung besonders profitieren werden, auch gleichzeitig die, in denen Frauen mit am stärksten diskriminiert werden. Die G20 müssen daher dringend die Geschlechterdiskriminierungen aus dem analogen Zeitalter abbauen, damit Frauen ihr Potenzial im digitalen Zeitalter voll entfalten können“, sagte Sorgner.

Arbeitsplätze in typischen Männerberufen stärker von Automatisierung bedroht
Innerhalb der G20 seien zwar 40 bis 60 Prozent aller Arbeitsplätze durch die Digitalisierung bedroht, diese Gefahr sei aber für Arbeitsplätze von Frauen insgesamt niedriger als für die von Männern, so die Studie. Dies gelte vor allem im Niedriglohnbereich, wo typische Tätigkeiten von Männern, etwa in der industriellen Produktion, stärker von Arbeitsplatzverlusten durch Roboter bedroht seien als typische Tätigkeiten von Frauen, etwa in sozialen Berufen.

Steigender Bedarf an MINT-Arbeitskräften: Frauen hier unterrepräsentiert
Auch Arbeitsplätze von Hochqualifizierten seien weniger bedroht, hier seien Frauen aber tendenziell unterrepräsentiert. Insbesondere Führungskräfte und hochqualifizierte Arbeitskräfte im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) würden durch die Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt stärker nachgefragt.
Bei diesen Arbeitsplätzen wird es in Zukunft verstärkt darauf ankommen, hohe analytische und kreative Fähigkeiten, die typischerweise in einer akademischen Ausbildung vermittelt werden, mit hoher sozialer Kompetenz zu verknüpfen. Damit Frauen ihre höhere Sozialkompetenz voll ausspielen können, müssten die Länder der G20 ihnen einen besseren Zugang zu akademischer Ausbildung ermöglichen. Zudem müssten sie dafür sorgen, dass Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen nicht mehr benachteiligt werden, lautet eine zentrale Empfehlung in der Studie.

Frauen in der Gründerszene stärken
Auch würden durch die Digitalisierung viele neue Chancen für Unternehmensgründungen entstehen. Die Studie kritisiert, dass die Gründerszene in den G20-Ländern aber insgesamt stark von Männern dominiert ist und Frauen schwieriger in Kontakt mit wichtigen Personen oder Geldgebern kämen. Die G20 müssten daher Onlinetools und Onlinenetzwerke für Frauen unterstützen, die ihre unternehmerischen Fähigkeiten gezielt schulen und ihnen mehr Kontakte zu Mentorinnen und Mentoren verschaffen. Ein verstärkter Einsatz von digitalen Technologien, etwa im Bereich von Finanzdienstleistungen, würde Frauen auch einen besseren Zugang zu Gründungskapital ermöglichen.

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Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w20-germany.org

Quelle: https://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Digitalisierung-koennte-Geschlechterungleichheit-verringern-%E2%80%93-oder-verstaerken_80_418372.html?ecmId=22681&ecmUid=2994253&chorid=00571838&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2Fwirtschaft%20%2B%20weiterbildung%2F137%2F00571838%2F2017-07-13%2FTop-News-Digitalisierung-koennte-Geschlechterungleichheit-verringern-%25E2%2580%2593-oder-verstaerken