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Generation Z

31. März 2015

„Sie kommen teilweise gerade aus der (Hoch-)Schule und fangen an, sich im Berufsleben einzuleben – die viel zitierte Generation Z.

Sicher möchte die Generation Z Mitsprache. Sie will aber (…) definitiv keine Mitverantwortung: Es lohnt sich aus ihrer Sicht nicht, sich für Unternehmen einzusetzen, die im Zeifelsfall relativ schnell Mitarbeiter auf die Straße setzen – egal, wie loyal sich diese Mitarbeiter fühlen und verhalten. Aber: (…) Ohne echte und auch mit finanziellen Konsequenzen belegte Übernahme von Verantwortung macht Mitsprache keinen Sinn.

Mitsprache bedeutet letztlich auch Kommunikation. Nur möchte die Generation Z in ihrer extremen Orientierung an Gleichalterigen am liebsten völlig unter sich bleiben. Sie sieht weder die Generation der Babyboomer noch Vertreter der Generation Y als relevante Gesprächspartner an. Kaum eine andere Generation ist so fokussiert auf sich und so wenig bereit, sich mit anderen Generationen einzulassen.

Der Grund: Aus Sicht der Generation Z entwickelt sich über ihnen eine Schicht mit ganz eigenen (Versorgungs-)Regeln, die – wiederum zum Schutz dieser Privilegien – Jugendliche öffentlichkeitswirksam als ‚Barbies und Ken‘ verurteilt, wenn diese etwas vom Versorgungskuchen bekommen möchte.

(…) Ja, alles ist vernetzt und die Generation Z als eine Gruppe von Digital Natives mit Social Media auf Du und Du. (…)

Zudem – und das ist ebenfalls wichtig – nutzt die Generation Z die Informationstechnologie hoch selektiv: Rund um die Uhr mit privaten Kontakten, maximal acht Stunden an fünf Werktagen im beruflichen Kontext. Und das alles auf ganz klar getrennten Kanälen.

Gerade deshalb – also angesichts der anstehenden Herausforderungen, die viel mit den unterschiedlichen Wertesystemen und Altersgruppen zu tun haben – brauchen wir in unserer Gesellschaft, aber genauso in jedem einzelnen Unternehmen, sehr rasch einen sehr offenen Diskurs der Generationen. Er sollte beim wechselseitigen Verstehen beginnen und könnte über stark konfliktbesetzte Verhandlungspostionen zu einem hart auszuhandelnden Kompromiss über die Generationen führen.

(…)“

Prof. Dr. Christian Scholz, WiWo 12,2015

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