Archive for Juli 2014

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Frauenquote

28. Juli 2014

In der Wirtschaftswoche vom 7.6.14 war zu lesen, die Frauenquote tangiere „das Grundrecht auf Eigentum des Unternehmers in dreifacher Weise: bei der Personalauswahl, bei der Organisation sowie der Finanzierung seiner Firma.“
Warum?

  • Das Unternehmen muss Frauen einstellen!
  • Die Quote wirkt bis auf Abteilungsleiterebene. Es werden „nur scheinbar einflußreiche Positionen“ kreiert, auf die „Quotenfreauen“ gesetzt werden, damit „die tiefer gelegenen Ebenen vor den Zielvorgaben bewahrt“ werden.
  • Der Börsengang wird behindert.

 

Der Autor: RA Brun-Hagen Hennerkes

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Frauenquote trifft viel mehr Firmen als angekündigt

10. Juli 2014

Joachim Jahn, Berlin

Die geplante Frauenquote in Aktiengesellschaften fällt deutlich schärfer aus als bislang gedacht. Einen Mindestanteil von 30 Prozent im Aufsichtsrat hat die schwarz-gelbe Bundesregierung zwar nur für die rund 100 größten Unternehmen – mit Ausnahme der „Europa-AGs“ – angekündigt. Doch in dem am Wochenende bekanntgewordenen Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas und Frauenministerin Manuela Schwesig (beide SPD) findet sich an versteckter Stelle eine folgenreiche Bestimmung für rund 3500 Unternehmen, die sich die Höhe ihrer „Flexi-Quote“ selbst aussuchen können. Demnach müssen dort in den Aufsichtsräten und Vorständen „mindestens ein Mann und eine Frau“ sitzen.

Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) besteht jedoch in 60 Prozent dieser Unternehmen der Aufsichtsrat nur aus drei Personen. Sogar in mehr als 80 Prozent habe der Vorstand höchstens drei Mitglieder. Damit würde für 2100 Firmen im Aufsichtsrat und für 2800 Mittelständler im Vorstand eine Quote von einem Drittel gelten.

Vorhaben der Gesetzgeber in der Kritik
„Der Entwurf zwingt viele hundert Unternehmen zur Einführung unflexibler Quoten in Vorständen und Aufsichtsräten“, kritisierte Holger Lösch vom BDI. „Der Gesetzgeber hat vor, in die Selbstorganisation von Unternehmen viel stärker einzugreifen als heute.“ Das sei nicht hinnehmbar. Besonders problematisch sei, dass es in jedem Gremium mindestens eine Frau und einen Mann geben müsse – zumal angesichts einer durchschnittlichen Vorstandsgröße von nur 2,45 Personen in börsennotierten Unternehmen.

Justizminister Maas verteidigte derweil das Gesetzesvorhaben. Bei einer Verfassungsreform sei vor 20 Jahren der Auftrag des Staates ins Grundgesetz aufgenommen worden, die „tatsächliche Gleichberechtigung“ zu fördern, sagte er laut Redetext am Dienstagabend auf der Jahreskonferenz der Kommission, die den Corporate-Governance-Kodex herausgibt. In Zeiten des Fachkräftemangels dürfe das enorme Potential hochqualifizierter Frauen nicht ungenutzt bleiben. Es gebe längst genug qualifizierte Frauen, und diese würden in einem „Kamineffekt“ weitere Frauen in Führungspositionen nachziehen. Maas zeigte sich überzeugt, dass wegen deren überzeugenden Leistungen die gesetzliche Quote schon bald überflüssig sein werde.

Der Minister wies darauf hin, dass entgegen einem anderslautenden Zeitungsbericht der vorgegebene Frauenanteil nicht schon im Jahr 2016 erfüllt sein müsse, sondern erst bei den dann beginnenden Neubesetzungen. Auch bedeute die Regelung des „leeren Stuhls“, nach der bei Verstößen Aufsichtsratssitze leer bleiben, keinen Verstoß gegen das Eigentumsrecht der Aktionäre. Die Leiter von Hauptversammlungen würden rechtswidrige Kandidatenvorschläge kaum zur Abstimmung stellen. Anderenfalls sei die Wahl zwar nichtig, aber ein Gericht könne rasch ein Ersatzmitglied bestellen.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/gesetzentwurf-der-spd-frauenquote-trifft-viel-mehr-firmen-als-angekuendigt-13008330.html

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Wenn der Chef jünger ist als seine Mitarbeiter

10. Juli 2014

18.06.2014
Generationenkonflikte

Der demografische Wandel führt dazu, dass jüngere Führungskräfte bedeutend ältere Mitarbeiter anleiten müssen. Dies verletzt gesellschaftliche Normen, die höheres Alter mit höherem Status verbinden – und stellt neue Anforderungen ans Führungsverhalten, schreibt „Personal Quarterly“.Die Mehrheit der Personalentscheider hierzulande geht davon aus, dass es in Zukunft vermehrt Probleme mit der Konstellation „Jung führt Alt“ in Arbeitsumgebungen geben wird. Der demografische Wandel, in dessen Verlauf der Anteil älterer Arbeitnehmer deutlich anwachsen wird, bedingt diese Entwicklung. (…)

Allerdings ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik bisher noch eher dürftig, schreiben Professor Jürgen Wegge, der an der Technischen Universität Dresden Arbeits- und Organisationspsychologie lehrt, sowie Paulina Bilinska und Franziska Grellert, die am Lehrstuhl mit ihm forschen, in Ausgabe 03/2014 der „Personal Quarterly“. Eine Befragung mit 16 Führungskräften, davon je acht jüngere (Durchschnittsalter: 32 Jahre) und acht ältere (Durchschnittsalter: 54 Jahre), und ein Workshop mit zehn Personalverantwortlichen haben nun zu neuen Erkenntnissen geführt, welche das dreiköpfige Wissenschaftlerteam im Wissenschaftsmagazin „Personal Quarterly“ präsentiert.

Jüngere Führungskräfte erleben häufiger Konflikte. Tatsächlich beschreiben demnach jüngere Führungskräfte ein tendenziell konfliktreicheres Verhältnis zu älteren Mitarbeitern. Allerdings legen sie auch einen differenzierteren Führungsstil an den Tag als ältere Führungskräfte und berücksichtigen die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter in besonderer Weise. Als sehr negativ erweisen sich in diesem Zusammenhang unter anderem Verhaltensweisen wie Unsicherheit, gespielte Autorität und die Verwendung der Du-Anrede ausschließlich unter gleichaltrigen Mitarbeitern.

Junge Führungskräfte sollten in jedem Fall altersgerechte Führung trainieren, bevor sie eine entsprechende Aufgabe wahrnehmen – so das Fazit der Autoren (…)

Quelle: http://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Wenn-der-Chef-juenger-ist-als-seine-Mitarbeiter_80_260454.html?ecmId=14194&ecmUid=2994253&chorid=00511427&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FPersonal%2F50%2F00511427%2F2014-06-18%2FTop-News-Wenn-der-Chef-juenger-ist-als-seine-Mitarbeiter

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AGG als Stolperstein der Frauenförderung

10. Juli 2014

Ablehnung männlicher Bewerber unzulässig

Dass auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ein Stolperstein bei der Frauenförderung sein kann, musste nun die „Taz“ erfahren. Sie – beziehungsweise die beklagte Taz-Pantherstiftung, die die Volontariatsstellen bei der Zeitung finanziert – beschränkte eine Stellenanzeige für Volontäre auf Frauen mit Migrationshintergrund und lehnte die Bewerbung von Männern von vornherein ab. Die Stiftung begründete dies damit, dass die Benachteiligung von Männern erforderlich sei, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen im Journalismus zu erhöhen.

Das sei mit dem AGG nicht vereinbar, urteilte das Arbeitsgericht Berlin (Urteil vom 5. Juni 2014, Az. 42 Ca 1530/14). Bei der Besetzung der Stelle habe die Stiftung dadurch einen männlichen Bewerber wegen seines Geschlechts in unzulässiger Weise benachteiligt. Die Richter gaben dessen Klage statt und sprachen ihm eine Entschädigung nach dem AGG von drei Monatsgehältern zu.

Es sei nicht statthaft, begründete das Gericht die Entscheidung, die Bewerbung von Männern ausnahmslos auszuschließen. Zudem sei die Maßnahme nicht geeignet, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, da lediglich eine Ausbildungsstelle zu besetzen war.

Quelle: http://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/AGG-als-Stolperstein-der-Frauenfoerderung_76_259594.html?ecmId=13915&ecmUid=2994253&chorid=00511427&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FPersonal%2F50%2F00511427%2F2014-06-12%2FTop-News-AGG-als-Stolperstein-der-Frauenfoerderung