Archive for März 2013

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Frauenförderung funktioniert ganzheitlich

21. März 2013

„Für Unternehmen lassen sich (…) folgende konkreten Empfehlungen ableiten:

  • Vorhaben zur Förderung von Frauen in Unternehmen lassen sich argumentativ unterfüttern: Mit solchen Vorhaben lässt sich dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Mit ihnen lässt sich zudem angesichts des allgemeinen Wertewandels die gesellschaftliche Legitimation des Unternehmens verbessern. Ferner kann man mit ihnen durch mehr „Diversity“ auf der Entscheidungsebene das Unternehmen kreativer und effektiver auf die Herausforderungen dynamischer Märkte reagieren.
  • Die Wertorientierung im Unternehmen zum Thema Frauenförderung sollte ermittelt werden – etwa via Fragebögen.
  • Wichtig ist, das die Führungsriege einbezogen wird und etwa bei Mitarbeiterversammlungen oder in der Mitarbeiterzeitschrift positiv Stellung zum Vorhaben bezieht.
  • Wichtig ist zudem, dass „Role Models“ – also Frauen die den Sprung ins Management schon geschafft haben – präsentiert werden.
  • Mitarbeiter sollten in Form von Change-Workshops einbezogen werden und so die Möglichkeit bekommen, offene Fragen zu diskutieren
  • Das Führungsverständnis und das gelebte Führungsverhalten im Unternehmen sind zu durchleuchten, um so versteckte Diskriminierung und Hemmnisse für Frauen aufzudecken.
  • Teilzeitstellen und flexibel Arbeitszeitmodelle müssen geschaffen werden.
  • Unterstützende Maßnahmen sind, wo erforderlich, zu implementieren – von technischen Voraussetzungen (etwa für Homeoffice-Lösungen), über Kinderbetreuungsangebote bis zu Mentoring-Programmen
  • Vor allem aber sollte in jedem Fall vorab ein realistischer Zielwert definiert werden: Wie hoch soll die Frauenquote im Management zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft sein?

 

Quelle: http://www.haufe.de/personal/hrmanagement/Nur-ganzheitliches-Vorgehen-bringt-mehr-Frauen-ins-Management_80_170370.html?chorid=00511427&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FPersonal%2F50%2F00511427%2F2013-03-21%2FTop-News%3A%20Nur-ganzheitliches-Vorgehen-bringt-mehr-Frauen-ins-Management&ecmId=9428&ecmUid=2994253

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Lohnabstand der Frauen zu den Männern

21. März 2013

Frauen bekommen weniger Gehalt als Männer. Das ist der sogenannte Gender Pay Gap, der Gehaltsabstand der Geschlechter, auf den am Donnerstag, dem Equal Pay Day, weltweit besonders hingewiesen wird. Ob dieser Abstand ungerecht ist, hängt von den Umständen ab. So wird häufig darauf hingewiesen, dass eben auch mehr Männer als Frauen Führungspositionen bekleiden. Das ist zwar auch ungerecht, die unterschiedliche Bezahlung dann aber nur eine logische Folge.

Doch so stimmt das offenbar nicht. Vergleicht man beispielsweise nur die Gehälter leitender Angestellter, ist die Geschlechterdifferenz besonders groß, sie beträgt 22,4 Prozent. Betrachtet man dagegen ungelernte Beschäftigte, besteht ein Abstand von 8,7 Prozent zwischen Mann und Frau. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) hervor.

Demnach wird der Unterschied umso krasser, je höher die gezahlten Gehälter sind. „Der Lohnrückstand von Frauen ist gerade dann besonders groß, wenn sie in Bildung und Karriere investiert haben„, sagt WSI-Forscherin Christina Klenner. Das heißt aber auch: Die Bezahlung von Frauen bleibt vorerst ungerecht, selbst dann, wenn mehr von ihnen Karriere machen und in Vorstandsetagen aufrücken.

In der Untersuchung wurden fünf Hierarchiegruppen unterschieden: leitende Arbeitnehmer, herausgehobene Fachkräfte, Fachkräfte, Angelernte und Ungelernte. Tatsächlich steigt der prozentuale Abstand zwischen Männer- und Frauengehältern mit der Position im Gehaltsgefüge (…). Für die Untersuchung hat das WSI Daten aus der vierteljährlichen Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts ausgewertet. Dazu wurden die Bruttostundenlöhne ohne Sonderzahlungen herangezogen.“

Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/fuehrungsfrauen-haben-besonders-grossen-lohnrueckstand-a-890003.html

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Hürden nehmen

12. März 2013

Was ist das eigentliche Ziel, das hinter dem Anstreben der Quote steht? DIE CHANCENGLEICHHEIT. – Woran können wir erkennen, dass dieses Ziel erreicht ist? … An der Quote! Sie ist nur eine Kennzahl, aber die Kennzahl, mit der allein die Zielerreichung gemessen werden kann.

Die Einführung der Chancengleichheit für Frauen, Führungspositionen in einem Unternehmen zu bekleiden, funktioniert leider nicht über Nacht. Wichtig ist die Einflußnahme auf die Werte des Unternehmens, so dass die Frage der Chancengleichheit immer eine Rolle spielen muss bei der Rekrutierung, bei Versetzungen und Beförderungen.

Barrieren:

  • Strukturen, d.h. die Unternehmensleitung hat bisher Frauen in der Führung aus verschiedensten Gründen nicht vermisst. Es besteht gar kein Bedürfnis etwas zu ändern
  • die Strukturen müssen von allen Frauen in Führungspositionen im Unternehmen gemeinsam geknackt werden
  • es gibt zu wenige Frauen, die morgen Top-Positionen übernehmen könnten
  • es gibt zu wenige Frauen, die in der Top-Position auch durchhalten
  • es bedarf permanenter Anstrengungen, da z.B. Umstrukturierungen schnell wieder zu alten „Quoten“ (= 95 % Männer) führen, es muß also auch da ein Durchhalten gewährleistet sein
  • es ist ein langfristiges Projekt
  • eine Frau im Vorstand ist kein als Garant für die Umsetzung der Chancengleichheit/dess Quotengedankens im Unternehmen
  • der Wunsch nach einer pauschalen Quotierung über eine Gesamtorganisation
  • … … …