Archive for August 2011

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Integration älterer oder behinderter Menschen

30. August 2011

Integration (z. B. älterer oder behinderter Menschen)

„Nicht erst seit heute, wo das Thema Fachkräftemangel in aller Munde ist, stellen wir ältere Mitarbeiter (älter heißt hier auch Ende 50) ein. Für uns gehört dies schon seit langem zur Unternehmensphilosophie. Das gleiche gilt für niedrig Qualifizierte. Überall gibt es Arbeitsplätze, die ein engagierter Mensch auch ohne Lehre ausfüllen kann. Wichtig ist nur in beiden Fällen, dass der Mitarbeiter gerne und mit Engagement bei der Sache ist.“ (Hersteller von Industriearmaturen in Frankfurt am Main, 30 Mitarbeiter)

„Einstellung älterer Arbeitnehmer und weniger qualifizierter Arbeitskräfte mit der Auflage, an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.“ (Industrieunternehmen in Attendorn , 20 Mitarbeiter)

„Wenn möglich werden für ältere Kollegen im gewerblichen Bereich Arbeitsplätze geschaffen, die ihren körperlichen ,Kräften’ entsprechen. Wir haben bei niedrig Qualifizierten, wo die Fähigkeiten vorhanden waren, eine betriebliche Ausbildung auf eigene Kosten vorgenommen.“ (Anlagenbau-Unternehmen in Eberswalde, 135 Mitarbeiter)

„Wir konnten erfolgreich zwei ältere Mitarbeiter für unser Haus gewinnen. Beide Herren waren arbeitslos, aber hatten so viel Motivation oder Fachwissen, dass wir diese Herren sehr gerne bei uns integriert haben. Auch niedrig qualifizierte Mitarbeiter bekommen bei uns eine Chance, auch wenn sie völlig ,branchenfremd’ sind. Durch diese Integrationsmaßnahmen konnten wir neue hochmotivierte Mitarbeiter für unser Haus gewinnen.“ (Chemieunternehmen in Mühlheim, 27 Mitarbeiter)

„In den letzten zwei Jahren haben wir ca. zehn Mitarbeiter über 50 Jahre eingestellt, da sie über das erforderliche Fachwissen verfügen. Niedrig qualifizierte Mitarbeiter werden auch an verschiedenen Arbeitsplätzen angelernt.“ (Bauzulieferer in Bad Langensalza, 234 Mitarbeiter)

„Kooperation mit verschiedenen Trägern, z.B. rollstuhlgerechter Umbau des Hauses zur Ausbildung eines Rollstuhlfahrers, Arbeitsplatzangebot an Körperbehinderte z. B. durch Kooperation mit Sporthilfe.“ (Zeitungsunternehmen in Erfurt, 1.702 Mitarbeiter)

„Einstellung behinderter Mitarbeiter und älterer Menschen ab 50 Jahren.“ (Kfz-Betrieb in Dietzenbach, 32 Mitarbeiter)

„Arbeitsplatzgestaltung, Behindertenintegration, Wiedereingliederungsmaßnahmen.“ (Werkzeughersteller in Triptis, 120 Mitarbeiter)

„Altersteilzeitmodelle, gemischte Arbeitsteams, Qualifizierungsmaßnahmen am Arbeitsplatz zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen, gezielte Schulungsmaßnahmen.“ (IT-Unternehmen in Kölleda, 234 Mitarbeiter)

„Individuelle Einarbeitung (persönliche Einarbeitungspläne), Qualifikation in fachlich fremden Themen, zunehmende Verantwortung in Projekten je nach Einarbeitungsstand, Mitarbeiterstamm als gute Mischung zwischen Jung und Alt, Berufserfahrenen und Einsteigern, Know-how-sharing und Know-how- Transfer.“ (IT-Dienstleister in Meerane, 102 Mitarbeiter)

„Über eine seit November 2010 geltende Betriebsvereinbarung ist konzernweit geregelt, wie Mitarbeiter/ innen nach längerer Krankheit stufenweise wiedereingegliedert werden. Wir bieten auch Tätigkeiten für Mitarbeiter ohne besondere fachliche Qualifikation an. Im vergangenen Jahr haben wir nicht nur junge Fachkräfte übernommen, sondern haben auch über 50- jährigen Personen eine Chance gegeben.“ (Bergbau- Unternehmen in Heilbronn, 630 Mitarbeiter)

„In den letzten Jahren haben wir einige ältere Fachkräfte eingestellt, die ihren Arbeitsplatz wegen Aufgabe der Unternehmen, in denen sie früher gearbeitet haben, verloren haben.“ (Lederwaren-Unternehmen in Mühlheim, 37 Mitarbeiter)

DIHK-MITTELSTANDSREPORT 2011, Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK)
Bereich Wirtschaftspolitik, Mittelstand, Innovation – Berlin 2011

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Gesundheitsfördernder Führungsstil

30. August 2011

„Ein gesundheitsfördernder Führungsstil beeinflusst das Befinden der Mitarbeiter positiv und hilft auch die Fluktuation im Unternehmen gering zu halten“, sagt Helmut Schröder, Mitglied der Geschäftsführung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels spielt der Führungsstil eine immer wichtigere Rolle“, so Schröder.

Doch auch die Führungskräfte selbst stehen unter Druck. Vor allem in unteren und mittleren Führungsebenen leiden sie unter starkem Zeitdruck und hoher Arbeitsdichte. So gaben Führungskräfte in einer im Fehlzeiten-Report vorgestellten Befragung an, nur an durchschnittlich 4,8 Tagen im Jahr krank gewesen zu sein. Andere Erhebungen zeigen hingegen, dass Führungskräfte im Gegenzug an 8,3 Tagen trotz Krankheit zur Arbeit gehen und sich bei Krankheit nicht angemessen erholten oder zu früh an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten.

Was kann von den Erkenntnissen aus der Forschung in die Praxis übertragen werden? Der Fehlzeiten-Report 2011 berichtet aus Unternehmen wie Deutsche Bahn, Bertelsmann Stiftung, REWE, SIEMENS, VW und zeigt Wege auf, wie gesundheitsfördernde Führung im Betrieb aussehen kann. So können Angebote zur gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung den Führungskräften helfen, sich sowohl ihres Einflusses auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter wie auch ihrer eigenen Gesundheit bewusst zu werden.

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Themen/bueroarbeit,did=258602.html

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Europa wird immer älter – wie begegnen wir dieser Herausforderung?

30. August 2011

(…)

Nach Angaben der EU wird die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) ab 2013 zurückgehen, während Europa mehr Arbeitnehmer braucht, die für die Renten aufkommen und die Sozialsysteme unterstützen. Vermutlich werden die Sozialsysteme in den nächsten 20 Jahren noch stärker unter Druck kommen, weil die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsleben ausscheiden werden.

Die EU befasst sich auf verschiedenen Gebieten mit Themen, die mit dem demografischen Wandel im Zusammenhang stehen.

Europa 2020, die EU-Strategie für wirtschaftliches Wachstum, betont eindeutig die Notwendigkeit einer hohen Erwerbsquote, wenn Europa sich dem Problem einer alternden Gesellschaft erfolgreich stellen will. Eines der obersten Ziele der Strategie besteht darin, bis zum Jahr 2020 eine Beschäftigungsquote von 75 % bei Männern und Frauen der Altersgruppe von 20 bis 64 Jahren zu erreichen. Dieser Wert steht für die angestrebte Vollbeschäftigung bis zum Ende des Jahrzehnts.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde unter der Bezeichnung „Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten“ eine Leitinitiative von Europa 2020 gestartet. Die Initiative soll dazu beitragen, dass die Menschen die Fähigkeiten erwerben, die sie benötigen, um gute Arbeitsplätze zu finden und länger arbeiten zu können. Ein weiteres Ziel der Initiative besteht darin, die Effizienz der Arbeitsmärkte zu verbessern, mit dem Ziel, die Erwerbsquote und die Produktivität zu steigern.

(…)

Das „Grünbuch – Angemessene, nachhaltige und sichere europäische Pensions- und Rentensysteme“ wurde 2010 zur Konsultation vorgelegt. Es behandelt verschiedene miteinander zusammenhängende Themen, wie z. B.

Wie können angemessene Ruhestandseinkommen gesichert und gleichzeitig langfristige, nachhaltige Pensions- und Rentensysteme gewährleistet werden?

Wie kann am besten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Dauer des Arbeitslebens und des Ruhestandes erreicht und gleichzeitig eine aktive Gestaltung des Ruhestands ermöglicht werden?

Wie können Renten und Pensionen in Zeiten der Wirtschaftskrise besser abgesichert werden?

Wie kann für Transparenz bei Renten und Pensionen gesorgt werden, damit die Menschen fundierte Entscheidungen für ihr eigenes Ruhestandseinkommen treffen können?

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=370&featuresId=133&furtherfeatures=yes