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ELMA – Erhaltung der beruflichen Leistungsfähigkeit und Motivation älterer Arbeitnehmer

28. Juli 2010

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/28792.asp

Mit Förderung der Robert Bosch Stiftung haben das Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und das Institut der deutschen Wirtschaft eine praxisorientierte Untersuchung zur Lern- und Veränderungsfähigkeit älterer Mitarbeiter durchgeführt. Diese Untersuchung fand an zwei Standorten der Robert Bosch GmbH statt. Wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Lern- und Veränderungsfähigkeit älterer Mitarbeiter gewinnen (…) Aktualität.

Wird durch Bildung tatsächlich ein Beitrag zur Erhaltung der beruflichen Leistungsfähigkeit und Leistungsmotivation geleistet? Diese wichtige Frage, die den Ausgangspunkt der Untersuchung bildete, lässt sich auf der Basis der Untersuchungsbefunde eindeutig mit „ja“ beantworten.

Es wurde ein Bildungskonzept entwickelt und umgesetzt, das sich aus folgenden drei Komponenten zusammensetzt:

  • Kognitives Training
  • körperliches Training
  • Förderung gesundheitsbezogenen Wissens und gesundheitsbewußter Lebensstile.

(…)Innovativ ist, dass die drei Bildungskomponente integriert angeboten werden. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch das persönliche Wohlbefinden und das Altersbild der Mitarbeiter gefördert werden.

(…) wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen und Betriebe vermehrt in der Bildung älterer Mitarbeiter engagieren. Sie geben mit entsprechenden Angeboten zu erkennen, dass sie ältere Mitarbeiter genauso wie jüngere als Ressource und Potential ansehen und ansprechen.Es lohnt sich! Gleichzeitig wird etwas für die Prävention körperlicher und psychischer Erkrankungen getan.

(…)

Die Ergebnisse des Projekts:

  • Lernfähigkeit und Lernbereitschaft sind bei älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eindeutig vorhanden. Dabei wirkt sich die Qualifizierung in früheren Phasen der Erwerbsbiographie positiv aus.
  • Leistungszuwächse lassen sich in verschiedenen Bereichen des Problemlösens, des Gedächtnisses und der Konzentrationsfähigkeit beobachten.
  • Vergleichbare Veränderungspotenziale sind in der körperlichen Fitness erkennbar.
  • Die Vermittlung gesundheitsbezogenen Wissens und die Einübung gesundheitsbewusster Lebensstile sind mit einer Zunahme subjektiv erlebter Verantwortung für die eigene Gesundheit wie auch des gesundheitsbewussten Verhaltens verbunden.
  • Positive Veränderungen zeigen sich in der persönlichen Zukunftsperspektive und im subjektiven Altersbild: Der Alternsprozess wird auch mit möglichen Stärken und Chancen verbunden und nicht allein mit Schwächen und Risiken.
  • Die Motivation zur Teilnahme an dem Projekt, aber auch die Durchhaltemotivation war sehr hoch; die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (und zwar aus den verschiedensten Berufsgruppen) versprachen sich von diesem Projekt hohen persönlichen Nutzen.

Die Potentiale des Projekts:

  • Bestehende Wissenssysteme und Handlungsstrategien werden in optimaler Weise aktiviert und weiter ausgebaut.
  • Die Überzeugung, auch als älterer Arbeitnehmer geschätzt zu sein und gebraucht zu werden, nimmt erkennbar zu – und damit auch die Motivation und Zufriedenheit am Arbeitsplatz.
  • Die Loyalität zum Unternehmen wird weiter gestärkt, da dieses eben auch in die ältere Belegschaft investiert.
  • Das Projekt leistet darüber hinaus einen Beitrag zur positiven Veränderung des Bildes vom Alter und Altern in unserer Gesellschaft.
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