Archive for April 2010

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Situation im Handwerk

26. April 2010

Handwerksbetriebe haben ähnliche Problemlagen wie Industrie und Großbetriebe, aber weniger Ressourcen, wenn es um den gesellschaftlichen Prozess des demografischen Wandels geht. Eine langfristige Personalpolitik und alternsgerechte Arbeitsgestaltung sind bisher eher die Ausnahme als die Regel.

Lösungsansätze

  • Schaffung eines Problembewusstseins für demografischen Wandel und damit einhergehend Etablierung einer mittel- und langfristigen Personalplanung
  • Umgang mit zunehmendem Fachkräftebedarf durch Öffentlichkeitsarbeit sowie Thematisierung im Rahmen eines breit angelegten branchenspezifischen Weiterbil­dungs­angebots
  • Erhalt der Leistungsfähigkeit und Motivation der vorhandenen, älter werdenden Belegschaft durch betriebsspezifische Analysen und Sensibilisierung der Betriebsinhaber
  • Bereitstellung von Ressourcen für Personal- und Organisationsentwicklung durch Vernetzung von Betrieben und anderen Akteuren

(…)

ein Demografie-Projekt im Handwerk sollte aufgrund der kleinräumigen Struktur von Angebot und Nachfrage insbesondere regionale Bezüge nutzen und stärken.

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Themen/demographischer-wandel,did=252034.html

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„Corporate Activity“ bei o2

26. April 2010

Gesundheitsmanagement setzt sich zusammen aus betrieblichen Gesundheitsmanagement, betrieblicher Gesundheitsförderung sowie der Förderung von Bewegung und ausgewogener Ernährung. (…)

Das Programm „Corporate Activity“. Damit sollen die Beschäftigten künftig noch besser beim Erhalt ihrer Gesundheit und der Förderung ihrer Leistungsfähigkeit unterstützt werden. Der Mobilfunkdienstleister arbeitet dabei mit Krankenkassen, Universitäten und Berufsgenossenschaften zusammen. „Die Ziele dieses Programms sind es, das Verantwortungs- und Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter zu fördern, sie zu selbstständigem Handeln zu motivieren und dieses Bewusstsein auch in unserer Unternehmenskultur zu verankern“ (…)

Im Einzelnen wird das Programm durch folgende Elemente gekennzeichnet:

  • Sport AKTIV (Mitarbeitersport): (…) Kurse, Events, Workshops, Kooperationspartner und Serviceleistungen (…), Aktivitäten von den klassischen Sportarten bis hin zu Entspannungstechniken oder Ausdauersport. (…) Fitnessstudiobesuche
  • Seminare/ Workshops zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins: (…) Seminare zur Raucherentwöhnung, Kurse zum gesunden Abnehmen oder Ernährungsberatungen
  • Bedarfsgerechte Weiterentwicklung des vielfältigen Sportangebots: Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ihre Bauch- und Rückenmuskulatur testen zu lassen, worauf hin gezielt Trainingspläne entwickelt, entsprechende Trainingsgeräte bereitgestellt sowie spezielle Kurse angeboten werden.
  • Die Kantine bietet (…) eine ständige Auswahl an Obst und Salat an. Das Standard Angebot wird mit speziellen Aktionen zum Thema „Gesünder Essen“ abgerundet.
  • Betriebliche Sozialarbeit: (…) Mitarbeiter, die beruflich oder privat in eine Krise geraten sind, haben die Möglichkeit, kostenlos persönliche Beratungsgespräche mit einem externen Dienstleister zu führen(…)
  • Arbeitsplatzberatung: Alle Arbeitsplätze werden unter Berücksichtigung ergonomischer Aspekte eingerichtet. (…) bei Bedarf Stehpulte
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Grippeschutz: Eine kostenlose Grippeschutzimpfung wird bei O2 direkt im Hause durchgeführt. (…)
  • Bestimmung des Herzinfarktrisikos (…) und anschließend Ratschläge wie sie ihre Gesundheit langfristig erhalten können
  • Ein Gesundheitsmarkt „Fit for Emotion“ findet 2x jährlich statt (…)

Ergebnisse:

  • parallel zur steigenden Teilnahme am Aktiv-Programm sanken auch die Ausfalltage und der Krankenstand liegt insgesamt sogar unter dem Bundesdurchschnitt
  • gestiegene Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter
  • Imageverbesserung der Unternehmens nach außen: O2 Germany als attraktiver Arbeitgeber
  • positives Feedback der Mitarbeiter. (…)

(…)

Telefónica O2 Germany ist Sieger bei Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010 in der Kategorie über 5.000 Mitarbeiter. Bei der unabhängigen Studie Great Place to Work belegte O2 dieses Jahr den ersten Platz in der Kategorie über 5.000 Mitarbeiter. Ausschlaggebend für das positive Abschneiden war vor allem die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz: 97 Prozent fühlen sich fair behandelt, 89 Prozent sind stolz auf O2

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Gute-Praxis/datenbank-gute-praxis,eDid=6526.html

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IHK-Unternehmensbefragung Ausbildung 2010

26. April 2010

DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE

  • Auswirkungen der Krise auf das Ausbildungsangebot schwächen sich ab: 15 Prozent der Unternehmen wollen mehr ausbilden, 25 Prozent weniger, 60 Prozent halten ihr Ausbildungsangebot aufrecht. Damit halten drei von vier Unternehmen ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht bzw. vergrößern es sogar. Die betrieblichen Ausbildungspläne fallen somit insgesamt trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen etwas weniger pessimistisch aus als im Vorjahr.
  • Mittelstand erweist sich als stabile Stütze des Ausbildungsmarktes: Die Ausbildungspläne von Betrieben mit 10 bis 199 Beschäftigten sind 2010 optimistischer als noch 2009. Die Ausbildungspläne von Großunternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten fallen hingegen deutlich pessimistischer als in den beiden vergangenen Jahren aus. Im Branchenvergleich planen insbesondere das Gastgewerbe sowie Banken und Versicherungen eine Ausweitung ihres Ausbildungsplatzangebots. Die Ausbildungspläne der Industrie verschlechtern sich hingegen im Vorjahresvergleich. Rückgänge beim Ausbildungsangebot in der Industrie könnten aber durch ein vergrößertes Angebot beim Handel, bei unternehmensorientierten Diensten und beim Baugewerbe aufgefangen werden.
  • Fachkräftesicherung ist das Leitmotiv für Ausbildung: Für 51 Prozent der Betriebe hat die Sicherung des Fachkräftenachwuchses entscheidenden Einfluss auf ihre Ausbildungsentscheidung. Das Motiv „Geschäftserwartungen“ ist hingegen nur für 24 Prozent der Betriebe maßgeblich für ihre Ausbildungspläne.
  • Demografische Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt ist da: Trotz Wirtschaftskrise konnte auch 2009 mehr als jedes fünfte Unternehmen nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. In den neuen Bundesländern hat bereits jedes dritte Unternehmen Besetzungsschwierigkeiten. Damit blieben – grob geschätzt – rund 50.000 Ausbildungsplätze im Jahr 2009 unbesetzt, überwiegend weil geeignete Bewerbungen fehlten.
  • Mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger behindert Ausbildung weiterhin: Fast drei Viertel der Unternehmen, auf die sich Ausbildungshemmnisse auswirken, beklagen unzureichende schulische Qualifikationen und persönliche Kompetenzen bei den Ausbildungsplatzbewerbern. Dabei sind die Betriebe zunehmend unzufrieden mit der Leistungsbereitschaft (48 Prozent), Belastbarkeit (44 Prozent) und Disziplin (46 Prozent) der Bewerber. Bei diesen „soft skills“ ist – neben der Schule – auch das erzieherische Engagement der Eltern gefragt, damit ihre Kinder in Schule und Ausbildung erfolgreich sein können.
  • Nachhilfe im Unternehmen wird zum Regelfall: Deutlich mehr als die Hälfte aller Ausbildungsbetriebe, die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger erkennen, organisiert in irgendeiner Form Nachhilfe im Unternehmen. Auch die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Arbeitsagenturen werden rege genutzt (31 Prozent der Betriebe). Andere Betriebe (18 Prozent) helfen, die Ausbildungsreife schon vor Beginn der Ausbildung zu verbessern. Sie ermöglichen z. B. Schülern über einen längeren Zeitraum hinweg wöchentliche Praxistage im Betrieb.

http://www.dihk.de/inhalt/download/ausbildungsumfrage_10.pdf

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Altersbild von Journalisten

5. April 2010

Alter und Älterwerden – aus der Sicht von Journalisten und der Bevölkerung
Eine vergleichende Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Robert Bosch Stiftung.

Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft verändern sich auch die Einstellungen zum Alter und zum Älterwerden. Das Selbstbewusstsein der Älteren hat deutlich zugenommen, und anders als oft vermutet fühlt sich nur eine Minderheit der älteren Menschen von der Gesellschaft ausgegrenzt. Die Medien haben nach Auffassung der meisten Journalisten die Aufgabe, sich für eine Änderung des überkommenen Altersbildes einzusetzen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Robert Bosch Stiftung.

Alter und Demografie ist eines der Schwerpunkt-Themen der Stiftung, die zahlreiche Projekte in diesem Bereich fördert. Journalisten kommt bei der Vermittlung des gesellschaftlichen Bildes vom Alter eine Schlüsselrolle zu. Die Robert Bosch Stiftung hat deshalb die Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, welche Vorstellungen Journalisten vom Alter und vom Älterwerden haben und inwiefern diese Einschätzungen mit den Ansichten der Bevölkerung übereinstimmen. Befragt wurden 232 Journalisten, vor allem von Tages- und Wochenzeitungen, und parallel dazu ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt von 1773 Personen.

Angesichts der immer sichtbarer werdenden Alterung der Gesellschaft verändern sich die Einstellungen zum Alter und Älterwerden. Mit wachsender Lebenserwartung, körperlicher und geistiger Fitness oft noch bis ins hohe Alter verschiebt sich die wahrgenommene Altersschwelle, ab wann jemand als alt gilt, immer mehr nach oben. Alter und Alterungsprozesse werden heute altersspezifischer und stärker individualisiert erlebt, abhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand, von körperlicher und geistiger Aktivität, aber auch in Abhängigkeit von den jeweils zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen. Die größere Fitness der »jungen Alten«, aber auch noch der 70- bis 79-Jährigen im Vergleich zu Altersgleichen vor einem Vierteljahrhundert belegt die Studie: 1984 bezeichneten nur 37 Prozent der 60- bis 69-Jährigen ihren Gesundheitszustand als »sehr gut« oder »gut«, 2008 sagten dies 54 Prozent.

Die vorherrschende Alterswahrnehmung verkennt nicht die neuen Lebenschancen in den hinzugewonnenen Lebensjahren, sieht diese aber bedroht durch Unsicherheit über die künftige finanzielle Absicherung des gewohnten Lebensstandards sowie Furcht vor körperlichen und geistigen Gebrechen bis hin zum Verlust der Selbstständigkeit und Pflegebedürftigkeit im hohen Alter.

Nur Minderheit hat Angst vor dem Alter. Wirklich Angst vor dem Alter hat nur eine Minderheit der Bevölkerung (19 Prozent), aber viele ab 70-Jährige, insbesondere ab 80-Jährige, sind nicht frei von Beklemmungen, wie es sein wird oder zumindest sein könnte, wenn sie bei wachsender Lebenserwartung immer älter werden.

Die spontanen Assoziationen der Bevölkerung zum Alter beziehen sich überwiegend auf die späte Altersphase, die von geistigem Nachlassen und körperlichen Gebrechen geprägt sein kann, weit weniger auf die frühe Altersphase der oft noch sehr fitten und ihr Leben genießenden aktiven »jungen Alten« zwischen 60 und 69 Jahren. Auch wenn sie Alter persönlich viel positiver erleben, denken viele, dass die meisten Menschen bei uns Alter vor allem als mit Beschwerden und Mühen verbunden sehen, weniger als Lebensabschnitt, der viele neue Chancen bietet.

Viele Journalisten teilen die Vermutung, dass in der Bevölkerung tradierte negative Klischeevorstellungen vom Alter überwiegen, obwohl ihre eigenen Beobachtungen in der Regel ganz anders, sehr viel positiver sind. 60 Prozent der Journalisten glauben, dass die meisten in der Bevölkerung Alter als vor allem mit Beschwerden und Mühen verbunden wahrnehmen 3, aber persönlich urteilen sie zu 63 Prozent, dass die Vorstellung, Alter sei vor allem eine Last, weil körperliche Gebrechen zunehmen, nicht zutrifft. Aus ihrer Sicht bietet Alter vor allem neue »Chancen, weil man dann mehr Zeit für Dinge hat, die einem wichtig sind« (»Trifft zu«: 83 Prozent).

Fast jeder zweite Journalist stimmt der Aussage zu »Viele ältere Menschen bei uns werden von der Gesellschaft ausgegrenzt« (47 Prozent). Im Selbstbild der Älteren ist davon allerdings wenig zu spüren, insbesondere nicht bei den heute 60- bis 69-Jährigen. In dieser Altersgruppe sagen 65 Prozent ausdrücklich, sie würden das Gefühl, als Ältere nicht mehr dazuzugehören, nicht kennen, auch keinen gesellschaftlichen Druck empfinden, dass alte Menschen bei uns keine Bedeutung mehr haben sollen. Und auch von den 70-Jährigen oder Älteren hat die Mehrheit diesen Eindruck nicht. Im langfristigen Trend ist das Selbstbewusstsein der Älteren in unserer Gesellschaft nicht erodiert, vielmehr deutlich gewachsen. Dass alte Menschen das Gefühl beschleicht, ausgegrenzt zu werden, keine Bedeutung mehr zu haben, vermuteten 1989 40 Prozent, jetzt noch 26 Prozent der Bevölkerung.

Journalisten halten Änderung des dominanten Altersbildes für notwendig. Völlig unbegründet ist Frank Schirrmachers These von einer Diskriminierung der Alten in unserer Gesellschaft nicht, aber ganz offensichtlich journalistisch wirkungsvoll überzeichnet. Auch so bleibt Schirrmachers Folgerung, das Selbstvertrauen der Älteren zu stärken, sehr wichtig, und man gewinnt aus den Befragungen den Eindruck, dass sich die meisten Journalisten dieser Aufgabe gerne verschreiben. 83 Prozent der befragten Journalisten halten eine Änderung des bisher dominanten Altersbildes für notwendig, und sie schreiben den Medien bei der Vermittlung dieses neuen Altersbildes eine sehr wichtige Rolle zu.

Aus ihrer Sicht sollte das neue Altersbild differenzierter sein, die ganze Bandbreite von Lebenssituationen älterer Menschen umfassen, nicht nur die Welt der körperlich und geistig Fitten aus der Werbung, aber auch nicht nur der in Heimen dahinsiechenden Greise. Vor allem wird gefordert, das Leben im Alter chancenorientierter darzustellen, die Potentiale der Älteren stärker zu betonen und Wege aufzuzeigen für ein aktiveres, sinnerfüllteres Leben im Alter. Viele Journalisten denken dabei weniger an hedonistischen persönlichen Lebensgenuss, vielmehr auch an Engagement für andere. In Äußerungen wie »Aktive, integrierte Alte, nicht nur Privatisierende« oder »Nicht mehr Nix-Tun, sondern Aktivität und Chancen im Alter« kommt dies klar zum Ausdruck. Die befragten Journalisten erwarten mehrheitlich, dass die Bereitschaft der Älteren, länger zu arbeiten, in den nächsten fünf bis zehn Jahren zunehmen wird (64 Prozent). Viele sind überzeugt, dass sich immer mehr ältere Menschen für andere einsetzen, sich ehrenamtlich betätigen werden (73 Prozent), und fast alle erwarten, dass die Menschen in Zukunft offener mit Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer umgehen (87 Prozent).

Die positiven persönlichen Einstellungen der Journalisten zu diesen drei Kernzielen des Programms »Gesundheit und Humanitäre Hilfe« der Robert Bosch Stiftung und ihre Überzeugung, dass sie als Journalisten hilfreich sein können bei der Vermittlung des neuen Altersbildes, lassen darauf schließen, dass das Programm der Robert Bosch Stiftung breite Zustimmung und Unterstützung bei Journalisten findet.

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/24772.asp