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Work-Life-Balance

1. März 2010

Mit welchen Konzepten und Instrumenten die Balance zwischen Arbeit (Work) und Leben (Life) realisiert und nachhaltig in der Kultur von Unternehmen verankert werden kann, ist Thema eines breit angelegten Forschungsvorhabens an der Universität Heidelberg. In Kooperation mit dem Unternehmen Daimler und weiteren Organisationen aus Industrie, öffentlicher Verwaltung, Justiz und Hochschule wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche Einflussgrößen und Wirkmechanismen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben in verschiedenen Zielgruppen bestimmen.

(…) großes Problem: „(…) unzureichende Betreuungsquote für Kinder, die im Widerspruch zu veränderten Geschlechterrollen steht und die Rückkehr in die Berufstätigkeit nach der Elternzeit zusätzlich erschwert.“

Eine ausgewogene konfliktarme Work-Life-Balance leistet dagegen einen entscheidenden Beitrag zur Qualität des Arbeitslebens der Mitarbeiter und kommt nachweislich auch den Unternehmen zugute. Angebote der Arbeitgeber wie

  • Telearbeit
  • Kinderbetreuung
  • Teilzeitmodelle
  • Gesundheitsförderung oder
  • Wiedereinstiegsprogramme

können Beschäftigten helfen, die Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu meistern. Für viele Frauen eröffnen sich erst dadurch gleichberechtigte Verdienst- und Karrieremöglichkeiten. Berufstätige finden mit Hilfe entsprechender Angebote einen besseren Ausgleich zu arbeitsbedingten körperlichen und psychischen Belastungen. Älteren Beschäftigten bietet das Konzept der Work-Life-Balance eine Perspektive zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit. „Strategien und Maßnahmen müssen dabei als Teil der Unternehmenskultur verstanden werden“, fordert Wissenschaftler Sonntag. Dann ergebe sich auch der wirtschaftliche Nutzen.

Neben den verschiedenen Einflussgrößen und Wirkmechanismen soll in dem Forschungsprojekt der konkrete Bedarf der Beschäftigten an unterstützenden Maßnahmen ermittelt werden. Darüber hinaus werden Sonntag und sein Team untersuchen, wie bereits bestehende Angebote besser auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer zugeschnitten und Barrieren für ihre Nutzung beseitigt werden können. „Neben Einstellungen und Rollenverständnissen der Beschäftigten werden wir in diesem Zusammenhang vor allem die Rolle von Führungskräften in den Blick nehmen. Sie sind zentral für die Schaffung einer Unternehmenskultur, in der Work-Life-Balance nicht nur in Werten und Worten, sondern auch im Handeln nachhaltig verankert ist,“ so der Heidelberger Professor.

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Themen/demographischer-wandel,did=253008.htmlWoWW

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