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Weiterbildung und Alter

21. Januar 2010

Bereits in der Altersgruppe der über 45-Jährigen macht sich eine geringere Weiterbildungsbeteiligung von 44 Prozent bemerkbar; diese sinkt in der Gruppe der 65 bis 80-Jährigen noch weiter bis auf gerade mal 13 Prozent. Zudem ist anhand der Studien zu erkennen, dass die Bildungsbeteiligung im Zusammenhang mit anderen Faktoren steht, insbesondere dem Bildungshintergrund. Die Weiterbildungsbeteiligung liegt bei Personen mit einem höherem Bildungs- und / oder Berufsabschluss doppelt so hoch wie bei Personen mit geringem Bildungsabschluss.

Für erfolgreiche Strategien zum „aktiven Altern“ wird jedoch eine Bildungsbeteiligung in allen Bevölkerungsgruppen benötigt. So fördert die Weiterbildung die Teilhabe Älterer an der Arbeitswelt sowie deren soziale und politische Teilhabe und trägt somit zur Kommunikation in sozialen Kontakten und zum Wissens- und Erfahrungsaustausch bei. Ein finanzpolitischer Rahmen, barrierefreie Bildungsangebote und eine altersrelevante Forschung können die Grundlage für eine Strategie zur Steigerung der Lernaktivität Älterer bilden.

Der Beitrag „Bildung bis ins hohe Alter?“ von Jens Friebe in DIE FAKTEN steht kostenlos unter http://www.die-bonn.de zum Download bereit.

Ein neuer Vorstoss, die Weiterbildung insgesamt zu stärken, ist die Erhöhung der Bildungsprämie zum 1. Januar 2010. Die Beihilfe für die berufliche Weiterbildung, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wird, wurde von 154 Euro auf 500 Euro erhöht. Auch die Gruppe der Förderberechtigten wird mit einem Jahreseinkommen von bis zu 51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten größer. Die Prämiengutscheine sind bei den bundesweit bald 600 Beratungsstellen erhältlich. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.bildungspraemie.info

[Prämiengutscheine aber nur für die berufliche Weiterbildung!]

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/themen,did=252668.htmlWeiter

One comment

  1. Ich lese heute zum ersten Mal etwas über die Bildungsprämie. Es ist schade, dass solche Fördermöglichkeiten nicht stärker beworben werden. So wird das Ziel, dass auch einkommensschwächere Bevölkerungsschichten sich weiterbilden nicht erreicht.



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