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SAP

8. April 2009

Aus INQA:

Komplexe, anspruchsvolle Aufgaben mit hoher Verantwortung, hohem Zeit- und Ergebnisdruck sowie hohen Erwartungen hinsichtlich Engagement, Fachkompetenz und Sozialkompetenz kennzeichnen den Arbeitsalltag der überwiegend akademisch tätigen SAP Mitarbeiter.
Vertrauen, Eigenverantwortung und hohe Wertschätzung der Mitarbeiterbedürfnisse prägen dabei seit der Gründung Unternehmenskultur und Unternehmenspolitik. Die bis heute anhaltend hohe Motivation und Identifizierung mit dem Unternehmen zeigt sich u.a. durch dauerhaft niedrigen Krankenstand.
Um diese hohe Leistungsbereitschaft langfristig zu sichern, wurde neben einer Vielzahl von personalwirtschaftlichen Maßnahmen ein umfassendes Gesundheitsförderungskonzept entwickelt. Aufgrund der hohen Internationalität von über 80 Nationen am Standort Walldorf ist das Angebot durchgehend zweisprachig erhältlich. Kernpunkte sind:

  • Förderung der Lebenszufriedenheit durch Förderung der Balance zwischen Beruf und Privatleben
  • Sensibilisierung der Mitarbeiter für die wesentlichen Faktoren zum Erhalt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit
  • Förderung von Selbstkompetenz, Eigeninitiative und Eigenverantwortung
  • Sensibilisierung und Unterstützung der Führungskräfte, sowohl hinsichtlich ihres eigenen Bedarfs als auch besonders hinsichtlich ihres Führungsverhaltens

Wesentliche Mittel zur Zielerreichung sind dabei:

  • Investition in eine interne Gesundheitsabteilung, die über die klassische Betriebsmedizin hinaus ganzheitliche, vernetzte und vor allem bedarfsgerechte Konzepte entwirft und umsetzt
  • Bereitstellung einer geeigneten Infrastruktur für Pausen, Ernährung, Sport und Fitness
  • Bereitschaft zur Integration von Gesundheitsinhalten in vorhandene Prozesse und Strukturen

Neben dem unten genannten Serviceportfolio und der Vielzahl personalwirtschaftlicher Maßnahmen, die Teilzeit und Flexibilisierung der Arbeitszeit ermöglichen, steht folgende Infrastruktur unterstützend zur Verfügung:

  • Attraktive Pausenzonen in jedem Stockwerk mit freien Getränken
  • Rauchfreie Businessbereiche (Büros, Kantinen, Meetingräume)
  • Hochwertiges Kantinenessen
  • Räume des Gesundheitswesens in allgemeine Officegebäude integriert
  • Sportaussenanlagen (beschilderte Laufstrecken, Tennisplätze, Beachvolleyball, zusätzlich in den Morgenstunden extern angemietete Hallen)
  • Sportinnenanlagen (Fitnessräume mit Geräten, Gymnastikräume, Sauna)
  • Clubräume für private Feiern

Die Services des internen Gesundheitswesens bestehen aus folgenden Elementen:

  • Medizinische Beratung und Behandlung
    Vorsorge und Behandlung arbeitsbezogener Gesundheitsstörungen, Allgemeine Check-ups, Case-Management, spezielle Vorsorgeuntersuchungen, umfassende reisemedizinische Beratung und Durchführung der erforderlichen Impfungen. Ausgehend von dem Anliegen des Mitarbeiters werden je nach Bedarf weiterführende Dienstleistungen angeboten, wobei der „Point of Entry“ in das Servicenetz von jedem Punkt aus auch eigeninitiativ erfolgen kann.
  • Psychologische Beratung
    Face-to-face oder anonym über eine externe Hotline; bei Bedarf mehrere Sitzungen sowie Empfehlung zu externen Coaches, Beratern, Therapeuten. Beratung für Führungskräfte, Evaluation. Effektvolle Problemlösungen durch klientenbeauftragte Vernetzung mit externem Umfeld und interner Moderation/Mediation.
  • Health Coaching
    Zielorientierte persönliche Projektbegleitung zu den Themen Ernährung, Gewicht, Fitness, Entspannung, Zeitmanagement. Bei Bedarf interne Vermittlung von Personal Training. Insbesondere als Follow-up nach Work-Life Workshops und Check-ups empfohlen.
  • Online Health Risk Assessment
    Ausführlicher anonymisierter Fragebogen zur Erfassung klassischer Risikofaktoren, aber auch Verhaltens- und Lifestylefaktoren. Dadurch ist das Erstellen eines doppelten Risikoprofils möglich: Ein nur dem Mitarbeiter zugängliches persönliches Risikoprofil und durch anonyme Gruppenauswertung frühzeitige Identifizierung von betrieblichen Bereichen mit besonderem Risikoprofil. Das ausgedruckt mitgebrachte individuelle Profil wird im Rahmen eines Check-ups besprochen.
  • Umfassendes Sport-, Fitness-, und Recreation-Programm
    An den großen Standorten stehen interne Fitnessstudios mit Cardio- und Kraftgeräten zur Verfügung. Eine Vielzahl von Kursen von Yoga, Tai Chi oder Autogenem Training über Step Aerobic, Spinning oder Pilates bis Aqua Fitness, MFT- oder Thera Band-Training. Kontinuierliches Angebot von Workshops zum Thema Laufen oder Inlinern und eine Vielzahl von Nordic Walking Kursen. Klassische Betriebssportgruppen bieten darüber hinaus sämtliche gängigen Sportarten an. Durch ein flexibles Finanzierungskonzept unter teilweiser Mitarbeiterbeteiligung ständige Bedarfsanpassung möglich. Stringente Trainerauswahl und deren strukturelle Vernetzung (Ärzte/Physiotherapeuten) sichern Qualität und Informationsfluss.
  • Online Exercise Tool
    Für den Mitarbeiter kostenfreies individuell konfigurierbares Tool, das Übungen zu Stärkung und Dehnung des Bewegungsapparates mit Entspannungsübungen und Augentraining direkt am Bildschirm ermöglicht. Bestandteil von Health Coaching Maßnahmen und Arbeitsplatz-Beratung, aber auch frei abonnierbar.
  • Physiotherapie & Massage
    Intern während der üblichen Arbeitszeiten buchbar. Durch ständige Bedarfsanpassung kurze Wartezeiten. Direkte Vernetzung mit Ergonomieberatung und Gerätetraining sowie bei Bedarf Empfehlung ins Bewegungs-Kurssystem bewährt.
  • Integriert individuelle ergonomische Beratung am Arbeitplatz
    Durchführung vom Physiotherapeuten/ErgoPhysConsult. Dadurch Synthese aus Verhältnis- und Verhaltensprävention ohne Umweg möglich. Inhouse Vernetzung mit Ambulanzen, Arbeitssicherheit und Facility Management (Möbelauswahl).
  • Vorträge und maßgeschneiderte Workshops
    Durchführung zu verschiedenen Themen meist im Rahmen von Abteilungsmeetings. Dauer 60, 90, 120 min; halber Tag, ein Tag, zwei Tage.
    Top Seller: Ein Tages Workshop „Work-Life Management“
  • Abteilungs- oder Gruppenprojekte
    Beispielsweise „In 6 Monaten zum Halbmarathon“ oder komplette Durchschulung in Einzelmodulen des Work-Life-Management Workshops mit Aufbau von Lauftrainingsgruppen mit Personal Trainer Begleitung
  • Aktionen, Events
    Events und Aktionstage/-wochen zu verschiedenen Themen finden für alle Mitarbeiter über das ganze Jahr verteilt jeweils an verschiedenen Standorten statt. Dazu gehört u. a. Krebsvorsorgeaktionen (Haut, Darm) oder umfassende Aktionswochen (Fitness, Ernährung, Reisen, Ergonomie). Dabei werden Kooperationen mit Krankenkassen oder Verbänden eingegangen und die dezentral tätigen internen Gesundheitsbeauftragten einbezogen.
  • Interne Kommunikation
    Ausführliche zweisprachige Präsenz im Intranet mit z. T. interaktiver Homepage, Anmeldelisten usw. Zusätzlich quartalsweise erscheinender Newsletter, Ankündigung aktueller Aktionen durch die Presseabteilung in den unternehmensinternen Nachrichten, Schaukästen in jedem Gebäude mit zweisprachigen Aushängen zu allen Services; Flyer als Handouts zu den wichtigsten Themen für unterschiedliche Zielgruppen; Berichte im internen Printmagazin durch Presseabteilung.

Weiterentwicklung, Koordination und Kooperation
Durch Austausch in regelmäßigen Meetings unter den Verantwortlichen der Bereiche HR, Schwerbehindertenvertretung, Facility Management, Ambulanz, Psychologische Beratung, Sport & Fitness, Physiotherapie & Massage wird eine kontinuierliche Abstimmung und Weiterentwicklung sichergestellt. Teilnahme an den ASA Sitzungen und am Arbeitskreis Gesundheit.
Dies wird durch eine externe Vernetzung und Engagement im BKK Netzwerk „Unternehmen für Gesundheit“ ergänzt.

Ergebnisse:

  • hohe Nutzungsraten
  • anhaltend niedrige Krankenquote von 2 % trotz signifikant
  • gestiegener Arbeitslast
  • hohe Kundenzufriedenheitsraten
  • hohe Akzeptanz auch bei Führungskräften bezüglich medizinischer und psychologischer Beratung
  • gefragter Benchmarkingpartner
  • Beitrag zu wiederholter Wahl (2005-2008) zum „Arbeitgeber des Jahres“, Sonderpreis Gesundheitsmanagement 2007 
     

Erfolgsfaktoren

  • hohe Kundenorientierung und Kreativität des Gesundheitsteams, vernetztes ganzheitliches Denken, kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Konzeption und Umsetzung
  • Integration des Themas Gesundheit in die Ausbildung neuer Mitarbeiter, sowie in die Führungskäfteausbildung
  • ständige Berücksichtigung aktueller Umfrageergebnisse, dadurch Bedarfsanalyse und Nutzung von Mitarbeiter Know-how
  • gute Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen aus dem Arbeitsschutzausschuss, gute Wissensvernetzung mit anderen Unternehmen
  • Ausbildung von Gesundheitsbeauftragten auch in dezentralen kleineren Geschäftsstellen, dadurch kontinuierliche Präsenz der Themen und konstante Ansprechpartner vor Ort

Hemmende Faktoren

  • Branchenbedingte Belastungen durch hohen Veränderungsdruck: häufig erforderliche Restrukturierungen mit Wechsel von Aufgaben, Teamstruktur und Führungskraft
  • Dadurch auch signifikante Erschwernis von Langzeit-Evaluation
  • Trotz guter interner Medienarbeit werden durch die allgemeine Informationsüberflutung häufig die Mitarbeiter nicht in dem Maße erreicht, wie es zu wünschen wäre

One comment

  1. Einiges können auch weniger potente Firmen davon abschauen!



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