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ZF Friedrichshafen AG

18. März 2009

Für die Vergangenheit und die Gegenwart wurden bei der ZF Friedrichshafen immer schon Lösungen für die Demografiethematik gefunden. Für die Zukunft wird diese Selbststeuerung aufgrund der zunehmend höheren Zahl an älteren Mitarbeitern allerdings nicht mehr ausreichen. Vielmehr muss das Thema alternde Belegschaft in Zukunft systematischer gemanagt werden.

  • Die ZF Friedrichshafen plant, ihren Führungskräften kontinuierlich einen „Demografiemonitor“ zur Verfügung zu stellen. Mit diesem werden allen Führungskräften in Verwaltung und Produktion aktuelle Zahlen und in regelmäßigen Abständen Szenarien angeboten. Dabei sollen die Daten speziell auf den eigenen Bereich zugeschnitten und über das Mitarbeiterportal zur Verfügung gestellt werden. Inhalte werden u.a. die heutige und die jeweils prognostizierte Anzahl der Beschäftigten (z. B. in drei Jahren), die Krankenquote, die Altersstruktur, das Durchschnittsalter der Belegschaft und der Anteil der über 50- jährigen Mitarbeiter – jeweils heute und im Prognosezeitraum sein. Des Weiteren wird das Arbeitszeitmodell (Anteil Beschäftigter mit 2- oder 3-Schichtbetrieb) aufgeschlüsselt.
  • Der Demografiemonitor soll dabei nicht für sich allein stehen, sondern in den Gesamtfokus „Demografiekompetenz“ eingebunden werden. Hierbei soll es im Rahmen einer Seminarreihe einen Schulungsbestandteil zur Nutzung und Interpretation geben. Schließlich sollen Handlungsmaßnahmen aus dem Monitor abgeleitet werden. (Der „go-live“ des Demografiemonitors ist für das Jahr 2009 geplant. Im Vorfeld finden verpflichtende Schulungen dazu sowie ein Piloteinsatz statt.)
  • Die ZF Friedrichshafen bietet interne Beratung zu arbeitswissenschaftlichen Grundsätzen mit dem Fokus auf Ergonomie-Themen an und berücksichtigt diese Themen bereits in der Produktionsplanung. Zusätzlich rücken nun auch Untersuchungen möglicher arbeitsbedingter psychischer Belastungen in den Fokus. Grundsätzlich müssen Ergonomie- und Gesundheitsmaßnahmen prophylaktisch ansetzen. Das bedeutet, dass der Berufsweg der Mitarbeiter von Anfang an (d. h. ab der Übernahme eines Auszubildenden) aus Ergonomie- und Gesundheitssicht so gestaltet wird, dass sie erst gar nicht in die Problematik hohen Verschleißes und hoher Krankenquoten geraten.

Aus: Pro 50 – Arbeit mit Zukunft: Ist Ihr Unternehmen fit für den demografischen Wandel? Hg. PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt am Main, Dr. Rosina M. Gasteiger, Dr. Heiko Lorson und Holger Leckebusch, 1. Auflage August 2008

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