Archiv für die Kategorie ‘Maßnahmen Age- und Demografiemanagement’

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Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich einführen

3. Mai 2012

Erfolgreiche Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements in sechs Schritten

“Schritt 1: Ziele & Strategien

(…) Beispiele für harte Zielkriterien: Fluktuation, Frühberentung, Berufskrankheiten, Unfallstatistiken, Fehlzeiten, Produktivität, Qualität.

Beispiele für weiche Zielkriterien: Mitarbeiterzufriedenheit, Wohlbefinden, Motivation, Identifikation, Betriebsklima.” (…)

Handlungsfelder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements:

  •  Unternehmenskultur & Werte
  •  Führung
  •  Betriebsklima
  •  Arbeitsorganisation
  •  Arbeitsplatz/ -umgebung
  •  Arbeitsaufgabe
  •  Arbeitsmittel/ -stoffe
  •  Handlungskompetenz
  •  Entwicklungsmöglichkeiten
  • Unterstützungsprozesse (Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches
  • Eingliederungsmanagement, Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, Vorsorgeuntersuchungen, etc.)
  •  Gesundheitszustand
  •  Gesundheitsverhalten

(…)

Lenken Sie die Strategie Ihres BGM immer in zwei Richtungen:

  1. Präventive Strategien: Konzentrieren Sie sich auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die anwesend, gesund und/ oder motiviert sind. Diese Kolleginnen und Kollegen bilden das Rückrad Ihres Betriebes und sichern Ihnen den Erfolg im Jetzt und in der Zukunft.
  2. Korrektive Strategien: Kümmern Sie sich auch um die Beschäftigten die abwesend, krank und/ oder demotiviert sind.

Verknüpfen Sie also die korrektiven Strategien des Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) und des Fehlzeitenmanagement (FZM) mit den präventiven Ansätzen des Arbeitsschutzes (AS) und der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Beziehen Sie vor allem auch die Personal- und Organisationsentwicklung (PE & OE) in Ihre Strategie mit ein. (…)

Schritt 2: Strukturen schaffen

(…) Stellen Sie sicher, dass der verantwortlichen Person, bzw. dem Steuerungsgremium die notwendigen Ressourcen (zeitlich, personell, finanziell, materiell) zur Umsetzung des BGM zur Verfügung stehen.

Schritt 3: Situation analysieren

(…)

  1. quantitative objektive Verfahren (Fehlzeitenanalyse, Altersstrukturanalyse, Unfallstatistiken, Gesundheitsbericht der GKV)
  2. qualitative objektive Verfahren (Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitsplatzanalysen, arbeitsmedizinische Untersuchungen)
  3. quantitative subjektive Verfahren (Mitarbeiterbefragung)
  4. qualitative subjektive Verfahren (Gesundheitszirkel mit Mitarbeitern und Führungskräften, Einzelinterviews)

(…)

Schritt 4: Feinziele festlegen

(…) Beispiele aus denen Feinziele abgeleitet werden können:

Verbesserung der Arbeitsorganisation (z.B. transparentere Kommunikation, Erweiterung der Handlungsspielräume), Mitarbeiterzufriedenheit mit umgesetzten Maßnahmen (z.B. Gesundheitskursen), Umsetzung von Maßnahmen generell (z.B. Gründung und regelmäßiges Treffen eines Arbeitskreises Gesundheit; Durchführung von Führungskräfteschulungen), Teilnahmequoten von Veranstaltungen, Beseitigung oder Verringerung von Gefährdungen (z.B. Reduktion der Lärmbelastung).

Schritt 5: Maßnahmen entwickeln und umsetzen

(…) Die Umsetzbarkeit möglicher Maßnahmen können Sie nach folgenden Kriterien diskutieren:

  • Erwarteter Ressourceneinsatz
  • erwarteter Nutzen zur Zielerreichung
  • Störung des Betriebsablaufes
  • Akzeptanz bei Beschäftigten und Führungskräften

Schritt 6: Evaluation & kontinuierliche Verbesserung

(…)

Strukturqualität: Haben Sie die notwendigen Strukturen und Voraussetzungen geschaffen, um Ihre Ziele erreichbar zu machen?

Prozessqualität: Sind Ihre Aktivitäten reibungslos und wie geplant umgesetzt worden?

Ergebnisqualität: Haben Sie Ihre Ziele erreicht, bzw. wie hoch ist der Zielerreichungsgrad?

(…)

Quelle: http://www.uk-bund.de/downloads/Gesundheitsf%C3%B6rderung/Leitfaden_BGM1_pdf_Datei.pdf

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Altersgerechte Tätigkeiten

17. Februar 2012

Ich werde immer wieder angesprochen auf Beispiele für Tätigkeiten, die für ältere Arbeitnehmer geeignet sind.  In einer alten Quelle von 2003 (BDA, “Ältere Mitarbeiter im Betrieb”, S.17  f) habe ich die folgende Übersicht gefunden.

Vorausgeschickt sei, dass die älteren Arbeitnehmer in den gefragten Tätigkeiten optimalerweise  ihre besonderen Fähigkeiten einsetzen können, gleichzeitig stellen die Tätigkeiten geringeren  Anspruch physische und psychische Belastbarkeit.

Hierzu zählen für ältere gewerbliche Mitarbeiter:

  • Kontrollarbeiten
  • Werkstattarbeiten (Werkzeug-, Modellbau)
  • Verantwortungsvolle Überwachungsarbeiten
  • Registrierende und statistische Arbeiten
  • Arbeiten an Maschinen mit einfacher Bedienung
  • Maschinen-, Kraftfahrzeugwartung (Reparatur, Instandhaltung)
  • Lager- und Magazinarbeiten (Werkzeug-, Materialausgabe)
  • leichte Büro- und Schreibarbeiten, Botendienst
  • Postversand, Telefondienst
  • Hausinterne Dienstleistungen (Facility Management, Postservice, Sicherheit)

Für ältere Angestellte:

  • Aufgaben des Unterweisens, Anlernens und Unterrichtens, die Berufs-, Betriebs- und Lebenserfahrung – verbunden mit Reife und Verantwortungsgefühl – verlangen
  • kontrollierende, planende, beratende Tätigkeiten, z. B. in Projekten
  • Führungstätigkeiten

Interner Arbeitsplatzwechsel

Beispiele:

  • Schlosser übernehmen die Verwaltung der technischen Zeichnungen des Betriebes.
  • Dreher werden mit der Kontrollfunktion in ihrer Abteilung betraut.
  • Facharbeiter in der Produktion werden in die Arbeitsvorbereitung versetzt.
  • Datenspezialisten (Organisatoren, Programmierer, Analytiker) übernehmen Aufgaben im Rechnungswesen, in der Organisation oder der Verwaltung.
  • In der Linie tätige Chemiker werden als Gutachter und Berater im Anlagenbau eingesetzt.
  • Ingenieure aus der Produktion finden als Planer bei Betriebserweiterungen oder -umstellungen, als Berater bei Fertigungsrationalisierungen, bei der Installation, Wartung, Reparatur und Einstellung von technischen Anlagen Verwendung.
  • Projektorganisationsformen bieten hier ebenfalls ein interessantes Spektrum an Positionen mit dispositivem, planerischem und beratendem Charakter.

http://www.bda-online.de/www/arbeitgeber.nsf/res/AeltereArbeitn.pdf/$file/AeltereArbeitn.pdf

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Rente ab 67 – Wie Unternehmen die “Alten” integrieren

31. Januar 2012

“Angesichts des starken Geburtenrückgangs und der gleichzeitig gestiegenen Lebenserwartung gibt es keine (…) Alternative zur Anhebung des Renteneintrittsalters. Unternehmen müssen daher das Thema Gesundheitsmanagement aktiv bearbeiten, sagt Dr. Hilmar Schneider vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit.

Die (…) schrittweise Einführung der Rente mit 67 hat erneut eine Diskussion darüber aufflammen lassen, ob Arbeitnehmer gesundheitlich überhaupt dazu in der Lage sind, den damit verbundenen Anforderungen gerecht zu werden. Für die Gewerkschaften ist der Fall klar. Aus ihrer Sicht ist die Rente mit 67 nichts anderes als eine faktische Rentenkürzung. Als Beleg dafür wird die Tatsache angeführt, dass das faktische Renteneintrittsalter im Durchschnitt bislang bei etwa 61 Jahren liegt. (…)

Zweifellos gibt es eine nennenswerte Zahl von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente gehen müssen. Deren durchschnittliches Renteneintrittsalter liegt derzeit bei etwa 51 Jahren. Daneben gibt es die Menschen, die wegen des Erreichens bestimmter Altersgrenzen in Rente gehen. Deren durchschnittliches Renteneintrittsalter liegt bei knapp 64 Jahren. Da die letztere Gruppe bei weitem stärker ist als die Gruppe derer, die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, ergibt sich als Durchschnitt über alle Gruppen der bereits genannte Wert von 61 Jahren.

(…) Für diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, verändert sich durch die Rente mit 67 so gut wie nichts, da die entsprechenden Abschläge nach oben begrenzt sind. Lediglich für Arbeitnehmer, die künftig relativ kurz vor Erreichen der Regelaltersgrenze erwerbsunfähig werden, bedeutet die Rente mit 67 eine Schlechterstellung gegenüber heute.

(…)

Dass die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der meisten Arbeitnehmer dazu ausreicht, eine verlängerte Erwerbsphase durchzustehen, steht außer Frage. Nicht nur, weil mit der gestiegenen Lebenserwartung auch die Vitalität im Alter zugenommen hat, sondern auch deshalb, weil der Anteil von Berufen mit schweren körperlichen Anforderungen enorm abgenommen hat.

Bleibt also nur die Frage, ob auch die Unternehmen bei diesem Spiel mitmachen. Haben Ältere überhaupt eine Chance auf längere Beschäftigung? Dazu zwei Antworten:

Die Erwerbstätigenquote der 55-64-Jährigen in Deutschland (…) hat inzwischen die 60-Prozentmarke erreicht bei weiter steigender Tendenz. Die Ursache dafür liegt (…) darin, dass die faktischen Frühverrentungsmöglichkeiten seit 2005 weitgehend abgeschafft wurden. (…) Prämien für den Ausstieg aus dem Erwerbsleben spiel[t]en in dieser Altersgruppe offenbar eine größere Rolle für das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt als Leistungsgesichtspunkte.

Die zweite Antwort lautet, dass sich die Leistungsfähigkeit von Älteren mit der altersgerechten Ausgestaltung von Arbeitsplätzen in vielen Fällen auf relativ einfache Weise auch dort aufrecht erhalten lässt, wo es um körperlich anstrengende Arbeiten geht. Dazu ist vor einiger Zeit eine Studie im Harvard Business Review erschienen, die (…) zeigen konnte, dass Ältere genauso produktiv sein können wie Jüngere, wenn die Arbeitsumgebung stimmt (*). (…) u.a. Dinge wie Leselupen, größere Buchstaben auf Displays, orthopädisches Schuhwerk und ergonomische Sitzmöglichkeiten.

(…) In Anbetracht der demographisch bedingten Verknappung von Fachkräften in den kommenden Jahren bietet aktives Gesundheitsmanagement in Verbindung mit altersgerechten Arbeitsbedingungen einen entscheidenden Schlüssel zur Aufrechterhaltung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.

(*) Vgl. Loch, C.H.; Sting, F.J.; Bauer, N.; Mauermann, H. (2010): How BMW is Defusing the Demographic Time Bomb. Harvard Business Review, 88(3), 99-104.”

http://www.haufe.de/personal/newsDetails?Subarea=News&newsID=1327308174.55&chorid=00511427&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FPersonal%2F50%2F00511427%2F2012-01-24%2FTop-News%3A%20Bericht%20aus%20Bonn%3A%20Rente%20ab%2067%20-%20Wie%20Unternehmen%20die%20%22Alten%22%20integrieren

23.01.2012 | Arbeitswelt & Unternehmen

Dr. Hilmar Schneider, Direktor Arbeitsmarktpolitik am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn

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Integration älterer oder behinderter Menschen

30. August 2011

Integration (z. B. älterer oder behinderter Menschen)

„Nicht erst seit heute, wo das Thema Fachkräftemangel in aller Munde ist, stellen wir ältere Mitarbeiter (älter heißt hier auch Ende 50) ein. Für uns gehört dies schon seit langem zur Unternehmensphilosophie. Das gleiche gilt für niedrig Qualifizierte. Überall gibt es Arbeitsplätze, die ein engagierter Mensch auch ohne Lehre ausfüllen kann. Wichtig ist nur in beiden Fällen, dass der Mitarbeiter gerne und mit Engagement bei der Sache ist.“ (Hersteller von Industriearmaturen in Frankfurt am Main, 30 Mitarbeiter)

„Einstellung älterer Arbeitnehmer und weniger qualifizierter Arbeitskräfte mit der Auflage, an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.“ (Industrieunternehmen in Attendorn , 20 Mitarbeiter)

„Wenn möglich werden für ältere Kollegen im gewerblichen Bereich Arbeitsplätze geschaffen, die ihren körperlichen ,Kräften’ entsprechen. Wir haben bei niedrig Qualifizierten, wo die Fähigkeiten vorhanden waren, eine betriebliche Ausbildung auf eigene Kosten vorgenommen.“ (Anlagenbau-Unternehmen in Eberswalde, 135 Mitarbeiter)

„Wir konnten erfolgreich zwei ältere Mitarbeiter für unser Haus gewinnen. Beide Herren waren arbeitslos, aber hatten so viel Motivation oder Fachwissen, dass wir diese Herren sehr gerne bei uns integriert haben. Auch niedrig qualifizierte Mitarbeiter bekommen bei uns eine Chance, auch wenn sie völlig ,branchenfremd’ sind. Durch diese Integrationsmaßnahmen konnten wir neue hochmotivierte Mitarbeiter für unser Haus gewinnen.“ (Chemieunternehmen in Mühlheim, 27 Mitarbeiter)

„In den letzten zwei Jahren haben wir ca. zehn Mitarbeiter über 50 Jahre eingestellt, da sie über das erforderliche Fachwissen verfügen. Niedrig qualifizierte Mitarbeiter werden auch an verschiedenen Arbeitsplätzen angelernt.“ (Bauzulieferer in Bad Langensalza, 234 Mitarbeiter)

„Kooperation mit verschiedenen Trägern, z.B. rollstuhlgerechter Umbau des Hauses zur Ausbildung eines Rollstuhlfahrers, Arbeitsplatzangebot an Körperbehinderte z. B. durch Kooperation mit Sporthilfe.“ (Zeitungsunternehmen in Erfurt, 1.702 Mitarbeiter)

„Einstellung behinderter Mitarbeiter und älterer Menschen ab 50 Jahren.“ (Kfz-Betrieb in Dietzenbach, 32 Mitarbeiter)

„Arbeitsplatzgestaltung, Behindertenintegration, Wiedereingliederungsmaßnahmen.“ (Werkzeughersteller in Triptis, 120 Mitarbeiter)

„Altersteilzeitmodelle, gemischte Arbeitsteams, Qualifizierungsmaßnahmen am Arbeitsplatz zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen, gezielte Schulungsmaßnahmen.“ (IT-Unternehmen in Kölleda, 234 Mitarbeiter)

„Individuelle Einarbeitung (persönliche Einarbeitungspläne), Qualifikation in fachlich fremden Themen, zunehmende Verantwortung in Projekten je nach Einarbeitungsstand, Mitarbeiterstamm als gute Mischung zwischen Jung und Alt, Berufserfahrenen und Einsteigern, Know-how-sharing und Know-how- Transfer.“ (IT-Dienstleister in Meerane, 102 Mitarbeiter)

„Über eine seit November 2010 geltende Betriebsvereinbarung ist konzernweit geregelt, wie Mitarbeiter/ innen nach längerer Krankheit stufenweise wiedereingegliedert werden. Wir bieten auch Tätigkeiten für Mitarbeiter ohne besondere fachliche Qualifikation an. Im vergangenen Jahr haben wir nicht nur junge Fachkräfte übernommen, sondern haben auch über 50- jährigen Personen eine Chance gegeben.“ (Bergbau- Unternehmen in Heilbronn, 630 Mitarbeiter)

„In den letzten Jahren haben wir einige ältere Fachkräfte eingestellt, die ihren Arbeitsplatz wegen Aufgabe der Unternehmen, in denen sie früher gearbeitet haben, verloren haben.“ (Lederwaren-Unternehmen in Mühlheim, 37 Mitarbeiter)

DIHK-MITTELSTANDSREPORT 2011, Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK)
Bereich Wirtschaftspolitik, Mittelstand, Innovation – Berlin 2011

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Lebensphasenorientierte Personalpolitik

27. Juli 2011

Beispiele für die diese speziellen Maßnahmen sind:

  • Organisationsservice für Kinderbetreuung oder Pflege (OKiP)
  • Programm zur Begleitung in Beurlaubungs- und Wiedereinstiegsphasen (mit Selbsteinschätzung zu Familienkompetenzen und Information über Vakanzen)
  • IT-gestütztes Lernen von zu Hause aus
  • Qualifizierung mit Kinderbetreuung bzw. in Teilzeit
  • Ausbildung in Teilzeit
  • spezielle Seminarangebote wie z.B. “Beruf und Familie unter einen Hut”, “Orientierung in der Lebensmitte”, “Vorbereitung auf den Ruhestand”
  • Programm zur Vorbereitung auf den Ruhestand und zur Sicherung von Erfahrung, Wissen und Werten ausscheidender Mitarbeiter/innen (…)

Über die aktive Berufsphase hinaus bieten schon jetzt z. B. Patenschaften, Projektberatung und Trainertätigkeiten die Möglichkeit, Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen.”

Über  die Maßnahmen der BA zur “Umsetzung eines demografiesensiblen ganzheitlichen Personalmanagements, das Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben, Arbeiten und Lernen sowie Personalentwicklungsoptionen in jeder Lebensphase und eine präventive Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt stellt. Die BA wurde dafür 2010 mit dem ‘International Innovative Employer Award’ der American Association of Retired Persons (AARP) ausgezeichnet.”

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Gute-Praxis/datenbank-gute-praxis,eDid=8717.html

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Personalentwicklung für Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer

27. Juli 2011

“Mein nächster Beruf – Personalentwicklung für Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer

Insbesondere Berufe mit hohen physischen und psychischen Belastungen haben häufig eine begrenzte Tätigkeitsdauer. Ergänzend zu klassischen Präventionsansätzen, die den Erhalt der Arbeitsfähigkeit im aktuellen Beruf zum Ziel haben und immer an erster Stelle stehen müssen, wird mit diesem Projekt ein neuer Weg eingeschlagen: Der rechtzeitige Wechsel in eine alternative Tätigkeit oder einen neuen Beruf.

Tätigkeits- und Berufswechsel vor dem Auftreten arbeitsbedingter Leistungseinschränkungen und Erkrankungen sind eine Möglichkeit, die Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Arbeitnehmer zu erhalten und die Folgekosten für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Versicherungsträger zu senken. Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, Berufsberatung und Personalauswahl sowie Ausbildung und Personalentwicklung in Unternehmen zu unterstützen.

In einem ersten Schritt wird der Frage nachgegangen: Lassen sich Berufe bzw. Berufsgruppen identifizieren, in denen ein erhöhtes Risiko für ein vorzeitiges Ende der Erwerbstätigkeit besteht?

In einem zweiten Schritt wird für eine ausgewählte Berufsgruppe gefragt: Welchen Anforderungen müssen Berufsberatung, Personalauswahl und -entwicklung genügen, um den Risiken von verminderter Leistungsfähigkeit, vorzeitiger Berufsaufgabe, Frühverrentung und Arbeitslosigkeit im Alter vorzubeugen? Alle Weichenstellungen im Berufsleben, von der Berufswahl bis zum Berufswechsel, werden dabei berücksichtigt. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beschreibung von Karrierepfaden, die die Beschäftigungsfähigkeit in der ausgewählten Berufsgruppe bis zum Renteneintrittsalter ermöglichen.

In einem dritten Schritt werden aus den Erfahrungen des Modellprojekts verallgemeinerbare Strategien für die Berufsberatung, Personalauswahl und -entwicklung für andere Risikoberufsgruppen abgeleitet.

In zwei Berufen wurde das Projekt bereits modellhaft erprobt. Für den nächsten Modellberuf wird die Gruppe der Reinigungsberufe untersucht. Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Wegen der Verlängerung der Verweildauer im Beruf, der Wege in den nächsten Beruf und insbesondere der praktischen Umsetzung des Beratungskonzepts in einem Reinigungsunternehmen.”

http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Projekte/alle-projekte,did=252642.html

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Umfrageergebnisse Demografie und Weiterbildung

6. Juni 2011

 ”Reaktion auf Generationenwechsel

Die Unternehmen reagieren auf vielfältige Weise auf das Ausscheiden vieler älterer Mitarbeiter. So hat auch das Engagement in der Weiterbildung an Bedeutung gewonnen, um künftig ältere Mitarbeiter länger im Betrieb zu halten. Drei von fünf Unternehmen sehen in der Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter die beste Möglichkeit, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber auch die Ausbildung, schon bisher ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung der Unternehmen, gewinnt noch mal an Gewicht. Mehr als ein Drittel sieht eine Ausweitung des Ausbildungsplatzangebots als Quelle für Fachkräfte, fünf Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr. Parallel dazu plant mehr als die Hälfte der Unternehmen, vermehrt auf dem Arbeitsmarkt zu rekrutieren – eine Steigerung von neun Prozentpunkten.

Noch mal deutlich gesunken ist der Anteil derer, die keinen Reaktionsbedarf sehen. Nur noch 12 % sehen mittelfristig keine Handlungsnotwendigkeit, da sie weniger Fachkräfte benötigen. (…)

Grundsätzlich gilt, dass größere Unternehmen mehr die Initiative ergreifen wollen als kleinere. (…) .

Schwerpunkt der Weiterbildung: Berufsspezifische Fertigkeiten

Im Mittelpunkt der Weiterbildung sollten nach Ansicht der Unternehmen berufsspezifische Fertigkeiten stehen. Fachwissen und soziale Kompetenzen machen jeweils ein Viertel aus.

Es gibt allerdings deutliche Unterschiede, zwischen den einzelnen Branchen. Die sozialen Kompetenzen sind in Handel und Dienstleistungen wichtiger als in der Produktion und im Verkehr. Genau umgekehrt ist das hingegen bei den berufsspezifischen Fertigkeiten. Auffällig ist, dass es bei der Betrachtung nach der Betriebsgröße nahezu keine Unterschiede gibt.

Weiterbildung muss sich lohnen

Eine Hauptvoraussetzung für mehr Weiterbildungsinvestitionen ist, dass sie sich betriebswirtschaftlich rechnen. Für ein Drittel der Unternehmen steht diese Frage bei ihrer Entscheidung im Mittelpunkt. Passend dazu würde ein knappes Viertel mehr investieren, wenn es eine größere Zahl betriebsspezifische und damit auch aus Sicht der Betriebe lohnenswertere Weiterbildungsangebote gäbe. Die Bildungsträger sind also gefordert, noch stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe einzugehen, wenn sie weiter erfolgreich sein wollen.

Bessere Geschäftserwartungen sind für 31 Prozent ein zentraler Grund mehr Weiterbildung zu betreiben, fast ein Viertel weniger als im Vorjahr. Zusammen mit der Aussage, dass inzwischen eine deutliche Mehrheit der Unternehmen das eigene Weiterbildungsengagement weiter führen oder sogar ausbauen wollen, ergibt sich ein klares Bild: Die Unternehmen wollen verstärkt weiterbilden. Sie haben damit die Zeichen der Zeit erkannt. Dafür erwartet jedes fünfte Unternehmen aber auch von den Mitarbeitern die Bereitschaft, mehr eigene Zeit zu investieren. Jedes zehnte Unternehmen erwartet eine finanzielle Beteiligung der Mitarbeiter.

23 Prozent der Unternehmen halten derzeit mehr Investitionen in Weiterbildung für nicht notwendig. Das betrifft insbesondere Unternehmen aus dem Bereich Banken und Versicherungen, Branchen allerdings, die in den letzten Jahren schon eine sehr hohe Weiterbildungsneigung hatten. Interessant bei der Frage nach einer Erhöhung der Investitionen in Weiterbildung waren zudem die in den Anmerkungen als Freitext möglichen Antworten. Von den mehr als 300 Personen, die hier antworteten, beklagten 75 das grundsätzliche Desinteresse an Weiterbildung oder die fehlende Motivation zur Teilnahme bei den Mitarbeitern. Auch im Interesse an der eigenen Karriere und Beschäftigungsfähigkeit sollten Arbeitnehmer hier mehr Initiative zeigen.”

Zu lesen bei:

http://www.haufe.de/Auftritte/ShopData/media/attachmentlibraries/rp/Personal/DIHKWeiterbildungsumfrage-2011.pdf

Für mich ist gerade der letzte Punkt interessant. Zu fragen ist, womit sich das mangelnde Interesse begründen läßt. – Ich habe da einige Vermutungen, die nicht zuletzt auch mit den bekannten 66 % der Mitarbeiter zusammenhängen, die sich nicht emotional an das Unternhmen gebunden fühlen (Gallup-Untersuchung 2011). Deshalb sollte bei aller Orientierung auf “betriebsspezifische” und “lohnenswerte” Weiterbildung der Aspekt der Motivation nicht außer acht geraten. Ein Teil liegt in der Hand der Mitarbeiter. Einen wertvollen Beitrag können die Unternehmen aber dadurch leisten, dass sie an der Entwicklung einer Kultur im Unternehmen arbeiten, die frei von Angst und Mißtrauen ist , und in der Engagement Spass macht und Erfüllung bringt. Ein richtiger Ansatzpunkt ist deshalb u.a. ein Seminar für die Älteren Beschäftigten, in dem sie ihre Vorbehalte und Barrieren klären, und ein Seminar für Führungskräfte, in dem sie erlernen, sich auf die Älteren richtig einzustellen! -  Ich biete dazu die Seminare “Reife Leistung!” und “Erfahrungen schätzen” (www.netz-training.eu)

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Haus der Arbeitsfähigkeit

20. April 2011

“Das Haus der Arbeitsfähigkeit besteht aus vier Stockwerken, sie lauten Gesundheit, Qualifikation, Werte und Arbeit (vgl. Abb.).

finnisches Modell für das Verständnis der Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit

Haus der Arbeitsfähigkeit

Keine Arbeitsfähigkeit ohne Gesundheit

Fangen wir mit dem untersten Stockwerk an, es bildet die Grundlage für alle weiteren: Die physische und psychische Gesundheit. Veränderungen in der Leistungsfähigkeit und der Gesundheit wirken unmittelbar auf die Arbeitsfähigkeit. Einschränkungen in der Gesundheit und Leistungsfähigkeit bedrohen immer auch die Arbeitsfähigkeit – umgekehrt bieten die Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit die Möglichkeit der Förderung der Arbeitsfähigkeit. Eine gute Arbeitsfähigkeit braucht ein stabiles Fundament – das bedeutet auch, dass es eine gute Arbeitsfähigkeit ohne Gesundheit nicht geben kann.

Qualifikation und Wissen

Das zweite Stockwerk Qualifikation beschreibt das Wissen und Können eines Menschen. Hierunter fallen sowohl fachliche Qualifikationen als auch Schlüsselkompetenzen. Eine andere mögliche Einteilung ist die in Fertigkeiten und Fähigkeiten. Unter Fertigkeiten versteht man die Anteile des eigenenKönnens, die schon ausgebildet sind, (…). Als Fähigkeiten werden die Anteile beschrieben, die noch nicht erlernt, aber prinzipiell erlernbar sind, (…). Mit den angeeigneten vielfältigen Qualifikationen begegnet man den beruflichen Herausforderungen – im fortlaufend sich verändernden Arbeitsalltag wird das lebenslange Weiterlernen dabei immer wichtiger.

Einstellung und Motivation

Im dritten Stockwerk sind die Werte untergebracht. Hier wird unterschieden zwischen Einstellungen und Motivationen. Einstellungen prägen unser gesamtes Verhalten und beeinflussen auch, welche Dinge uns motivieren. Für eine gute Arbeitsfähigkeit ist es wichtig, dass die eigenen Einstellungen und Motivationen im Einklang mit der eigenen Arbeit sind. (…)

Arbeitsplatz und Arbeitsanforderungen

Das vierte Stockwerk des Hauses ist das größte und schwerste – es ist die Arbeit selbst. In den meisten Zeichnungen wird es aus diesem Grund auch doppelt so groß gemalt wie die anderen. Und weil es das oberste Stockwerk ist, drückt es mit seinem Gewicht auf die unteren – alles, was hier passiert, hat deutliche Auswirkungen auf alle vorher genannten Stockwerke. Im Stockwerk „Arbeit“ finden sich all die unterschiedlichen Faktoren, die den eigenen Arbeitsplatz zu dem machen, was er ist:

  • Die Arbeitsaufgabe und die daraus entstehenden Anforderungen,
  • das soziale Umfeld mit KollegInnen und Vorgesetzten,
  • die Struktur der Organisation, in der man arbeitet, und
  • die Arbeitsumgebung in Form von z. B. Räumen, Lichtverhältnissen, Mobiliar.

Dieses Stockwerk ist in seinem Aufbau sehr komplex, weil es sich aus vielen unterschiedlichen Aspekten zusammen setzt, die eng miteinander verwoben sind.

  • Eine große Verantwortung in diesem Stockwerk tragen die Vorgesetzten – sie sind in erster Linie für eine gute Arbeitsgestaltung verantwortlich und haben in ihrer Position auch die Möglichkeit, diese durchzusetzen.
  • Gleichzeitig kann eine gute Arbeitsfähigkeit nur dann entstehen, wenn Vorgesetzte und Mitarbeiter konstruktiv zusammenarbeiten. Keiner von ihnen kann allein eine gute Arbeitsfähigkeit bewirken – erst wenn beide ihren Anteil dazu leisten, wird sie möglich.
  • Neben den Vorgesetzten wirken auch Kollegen auf die eigene Arbeitsfähigkeit – im besten Falle unterstützend und fördernd.

Faktoren außerhalb der Arbeit

Das Haus der Arbeitsfähigkeit steht nicht allein – auch die Umgebung des Hauses beeinflusst die Arbeitsfähigkeit. Arbeitsschutz und Betriebsärztlicher Dienst wirken hierbei als gesetzlich verankerte Schutzmechanismen. Da Arbeit und Leben keine Gegensätze sind, wirkt auch der Teil des Lebens, der außerhalb der Arbeit stattfindet, auf die eigene Arbeitsfähigkeit. Familie, Freundeund Bekannte spielen eine wichtige Rolle im eigenen Kräftehaushalt. Wie oben schon gesagt, entsteht Arbeitsfähigkeit vor allem durch eine möglichst gute Passung zwischen den Anforderungen der Arbeit und den Ressourcen der Menschen.

Die Suche nach einem möglichst guten Gleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen zieht sich durch ein ganzes Menschenleben, und wird in den verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich beantwortet. Dabei verändern sich sowohl die Ressourcen der Menschen als auch die Anforderungen der Arbeit. Das Streben nach einer guten Arbeitsfähigkeit dauert also im Idealfall ein Leben lang an – indem es sich den verändernden Gegebenheiten immer wieder neu anpasst. Es kann nicht genug betont werden, dass die Anpassungen hin zu einer höheren Arbeitsfähigkeit ganz entscheidend davon abhängen, dass die innerbetriebliche Führungsebene bereit ist, Strukturen des Arbeitsprozesses zu verändern. Wer die Bringschuld in erster Linie bei der Belegschaft vermutet, wird scheitern: nicht die Menschen müssen der Abeit angepasst werden, sondern die Arbeit muss sich den Menschen anpassen. Gesundheitsförderung und Prävention, ergonomische Verbesserungen am Arbeitsplatz sowie ein auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit ausgerichtetes Führungsverhalten sind die entscheidenden Faktoren hierfür.

Umsetzung – Förderung der Arbeitsfähigkeit

Wie lässt sich nun die Arbeitsfähigkeit der Arbeitenden fördern? Das Haus der Arbeitsfähigkeit zeigt die Vielfalt der verschiedenen Ansatzpunkte auf. Gleichzeitig kann die Arbeitsfähigkeit nur dann wachsen, wenn die verschiedenen Stockwerke im Auge behalten werden. Es geht also um eine Integration der verschiedenen Handlungsfelder. Wer sich nur auf die Zusammenarbeit unter Kollegen, nur auf eine möglichst gesunde Ernährung, nur auf die Förderung von Bewegung konzentriert, kann die Arbeitsfähigkeit nicht langfristig und bleibend verbessern. Dafür braucht es vielfältige, aber aufeinander abgestimmte Maßnahmen (vgl. Abb. 2). Ganz entscheidend ist es natürlich, nicht nur die gesundheitspolitischen Akteure, sondern insbesondere die unternehmerische Führung davon zu überzeugen, dass sich die Investition in die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter langfristig für das Unternehmen rentiert.

Dabei ist es sinnvoll, ökonomisch zu argumentieren:

  • Eine schlechte Arbeitsfähigkeit kostet das Unternehmen nachweislich ca. 3.500 € pro Jahr und Mitarbeiter, nur an Krankenstandskosten.
  • Gelingt es, bei der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten Verbesserungen zu erzielen, so wird diese Investition um das drei- bis zwanzigfachige wieder hereingebracht.
  • Dieser Nutzen für das Unternehmen setzt sich aus der Reduktion von Abwesenheit und Frührenten sowie die Erhöhung der Produktivität zu je 50 % zusammen.

Das hat die finnischen Unternehmer überzeugt, an unserem Projekt mitzuwirken. AgeManagement fasst als Begriff diese möglichen Maßnahmen unter einem Dach zusammen. Das grundlegende Konzept für die Förderung der Arbeitsfähigkeit ist für alle Altersgruppen gleich. Die notwendigen Anpassungen und Einzelmaßnahmen sind jedoch altersabhängig. AgeManagement berücksichtigt diese verschiedenen alters- und alternsrelevanten Faktoren bei der Arbeitsgestaltung.”

(…)

Prof. Dr. Juhani Ilmarinen, Director,
Life Course and Work, Finnish Institute
of Occupational Health

http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=haus+der+arbeitsf%C3%A4higkeit&aq=0&aqi=g5&aql=&oq=haus+der+arbeits&fp=1&cad=b

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SelbstCheck durchführen

25. März 2011

Unter -http://www.tbs-nrw.de/cweb/cgi-bin-noauth/cache/VAL_BLOB/2699/2699/1125/Handlungshilfe%20Demografischer%20Wandel.pdf – findet sich eine Themenzusammenstellung für eine “Selbstanalyse” durch ältere Beschäftigte.

“Der Selbstcheck-Fragebogen greift diese Themen auf und unterstützt Beschäftigte in der Erkenntnis, wo die eigenen Stärken und Grenzen liegen, aber auch wo sinnvolle Veränderungen ansetzen sollten:

Die Dimension „Kompetenz“ behandelt Fragen zu unterschiedlichen Aspekten des Könnens und Wissens. Ein weiterer Abschnitt thematisiert die Übereinstimmung zwischen den fachlichen Anforderungen und Fähigkeiten.

Die Dimension „Gesundheit“ thematisiert im ersten Abschnitt Fragen zu verschiedenen Belastungen am Arbeitsplatz und Merkmale einer gesundheitsfördernden Gestaltung des Arbeitsplatzes. Der zweite Abschnitt stellt Fragen zu den gesundheitlichen Beschwerden.

Die Dimension „Lernfähigkeit“ behandelt Fragen zur Einstellung zum Lernen, zu Lernerfahrungen und zur Bereitschaft, neue Aufgaben zu übernehmen.

Die Dimension „Integration“ behandelt Fragen zu sozialen Bindungen im Arbeits- und Privatleben.

Die Dimension „(Selbst-)Management“ behandelt Fragen zur Vereinbarkeit von Beruflichem und Privaten. Hierzu werden Merkmale wie z.B. Pendelbereitschaft und die Zufriedenheit mit der Arbeitszeit erfragt.

Die Dimension „Verantwortung“ behandelt die Einstellung zur Eigenverantwortung am Arbeitsplatz und zur Weiterbildungsbereitschaft.”

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To do

14. Januar 2011

Demografieorientiertes Personalmanagement basiert auf der Annahme, dass die instrumentalen Ausprägungen eines demografieorientierten Personalmanagements erst dann ihre ganzheitliche und sich gegenseitig verstärkende Wirkung entfalten können, wenn dieses Personalkonzept in der Strategie und Kultur eines Unternehmens angemessen verankert ist. Weiterhin muss auch eine demografieorientierte Mitarbeiterführung diese Bemühungen unterstützen. Unerlässlich für eine ständige Optimierung ist abschließend ein Demografie- Controlling. (…)

Die folgenden Felder und Notwendigkeiten lassen sich aus der u.g. Studie hrvorheben:

  1. Die betrieblichen Handlungsnotwendigkeiten eines demografieorientierten Personalmanagements durch eine Mitarbeiterstrukturanalyse und -prognose ermitteln
  2. Ein eigenes Budget bereitstellen für Maßnahmen eines demografieorientierten Personalmanagements
  3. langfristig ausgerichtete Bindungskonzepte; mindestens die Schlüssel-Mitarbeiter entwickeln ein Commitment zu dem Unternehmen und verbleiben freiwillig in der Organisation
  4. Optimierung der Bedingungen an den Arbeitsplätzen nach ergonomischen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der Verschiedenartigkeit der Belegschaft
  5. Förderung der Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeitmodelle (Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für viele Arbeitnehmer ein wichtiger Faktor der Arbeitgeberattraktivität)
  6. Erhaltung und Förderung der Gesundheit; Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsüberprüfungen, konkrete Maßnahmen  wie Rückenschulen oder Kurse zur Raucherentwöhnung
  7. Materielle und immaterielle Anreize systematisch verbinden (Total Reward Modelle); im Bereich des betrieblichen Entgeltmanagements  Anreizsysteme alternsgerecht und individuell zu gestalten, Entwicklung eines affektiven Commitments durch ein immaterielles Anreizsystem
  8. Gleichbehandlung in der Vergütung der Arbeitnehmer in Bezug auf Alter, Geschlecht usw. bei gleicher Leistung und Funktion
  9. Ssystematische Bildungsbedarfserhebung über die künftigen qualifikatorischen Anforderungen der Mitarbeiter
  10. Mitarbeiter anregen zum Engagement für ihre persönliche Beschäftigungsfähigkeit (Employability), Übertragen von anspruchsvollen oder sich ändernden Aufgaben, wodurch Lernen zu einem selbstverständlichen, lebenslangen Prozess wird.
  11. Mitarbeiter mit einem Alter von mehr als 55 Jahren regelmäßig weitergebilden, in den Bildungsmaßnahmen auch die lebensphasenorientierten Lernbedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen (Eingehen auf Erfahrungen, individuelle Lerntempi, gemischte Altersgruppen usw. ; altersgerechten Lernen)
  12. Fach- oder Projektkarrieren für Leistungs- und Potenzialträger; Perspektive bieten, damit diese trotz knapper werdenden Führungspositionen im Unternehmen verbleiben
  13. Über das aktive Erwerbsleben hinausgehendes Karrieremanagement, das die Kompetenzen ehemaliger Mitarbeiter nach deren Renteneintritt durch Beraterverträge etc. systematisch nutzt
  14. Spezifische Arbeitszeitmodelle, die mit den Lebensphasen der Mitarbeiter im Einklang stehen,  AltersteilzeitmodelleLebensarbeitszeitkonten (ermöglichen in späteren Lebensphasen Redukti9on der Arbeitszeit ohne Lohnverluste)
  15. Systematische Nachfolgeplanung mindestens für die Schlüsselfunktionen in der Organisation
  16. Wissensmanagement betreiben,  zielbezogen Steuern des kritischen Human- (Kompetenzen, Fertigkeiten und Motivation der Mitarbeiter), Struktur- (Struktur- und Prozess-Know how der Organisation) und Beziehungskapitals (Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Partnern usw.)   Strategie, Wissen zu erneuern,  das Human-, Beziehungs- und Strukturkapital  inventarisieren und zugänglich machen, Wissensbilanzierung (strategisches Führungsinstrument)
  17. Mit Diversity Management mit den Herausforderungen von Vielfalt umgehen bzw. diese bewusst erzeugen und Potentiale der Unterschiedlichkeit der einzelnen Individuen einer Belegschaftbestmöglich nutzen,  z.B. in Bezug auf Personalmarketing, Absatz, Kreativität und Innovation usw.
  18. Führungsphilosophie, die ausdrücklich die Verschiedenheit der Mitarbeiter berücksichtigt. Die Implementierung eines demografieorientierten Personalmanagements erfordert einen Wandel der bestehenden Führungs- und Unternehmenskultur in Richtung Wertschätzung der Vielfalt.
  19. Demografiebezogene Führung – Führungskräfte berücksichtigen in ihrem Führungsverhalten z.B. das alters- und geschlechtsspezifische Leistungsvermögen ihrer Mitarbeiter
  20. Employability Management – Die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter ist vor dem Hintergrund alternder Belegschaftsstrukturen ein zentrales Anliegen im demografieorientierten Personalmanagement
  21. Ergebnisorientierte Ausrichtung eines demografieorientierten Personalmanagements mit Demografie-ControllingKennzahlensystem für die demografiebezogenen Personalinstrumente

 

http://www.demografie-exzellenz.de/fileadmin/pdf/Demografiestudie-bdu-rakbw2009.pdf

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